Sachwert contra Geldwert

Einschätzung von Luca Pesarini, Fondsmanager Ethna Fund, Munsbach (Luxemburg)

„Der Euro bleibt uns als Gemeinschaftswährung erhalten. Wer als Land nicht kooperiert, wird entfernt. Makroökonomisch ist es vollkommen belanglos, ob Frankreich sein Triple A verliert oder nicht. Klassisch gibt es zwei Möglichkeiten das Verschuldungsproblem zu lösen: Inflationierung und Geld drucken, wobei die Japaner die Inflationierung seit 20 Jahren versuchen.

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Geld drucken ist dagegen einfach, macht aber am Ende die Probleme auch nur noch schlimmer. Sparen ist politisch schwer durchsetzbar, wirtschaftlich jedoch am sinnvollsten. Inflation ist aktuell keine Gefahr. Eine gesunde Deflation ist das Beste, was den Anlegern passieren kann. Deflation bedeutet, dass die Verbraucherpreise nicht steigen, die Wirtschaft jedoch moderat wächst. Edelmetalle sind keine Metalle, sondern eine Währung. Diese Währung ist krisenbedingt aktuell stark überbewertet. Auch das niedrige Zinsniveau unterstützt den Goldpreis. Gold ist totes Kapital und gaukelt eine Sicherheit vor, die es real nicht gibt. Grundsätzlich sollten die Spekulationsmöglichkeiten in Rohstoffen eingedämmt werden, damit die Preise nicht von Spekulanten manipuliert werden können.

Die realwirtschaftliche Entwicklung darf nicht negativ tangiert werden, nur weil Spekulanten den Kupferpreis nach oben treiben. Im Rahmen von Substanzinvestments kann die eigene Immobilie ein wertvolles Basisinvestment darstellen. Das Problem bei Aktienindizes ist, dass sie stark von emotionalen, psychologischen Komponenten bestimmt sind. Profis sollten daher in ausgesuchte, fundamental abgesicherte Einzelaktien investieren. Vermögensverwaltende Fonds stellen eine interessante Alternative dar. Gute Verwalter selektieren Einzelaktien und managen das Risiko des Portfolios.“

Einschätzung von Martin Stürner, Vorstandsvorsitzender PEH Wertpapier AG

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