25. Januar 2011, 14:37
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schwellenlandanleihen immer solider

2011 soll ein gutes Jahr für Investoren Emerging-Market-Bonds werden. Experten sehen bei Staats- wie auch bei Unternehmensanleihen einiges Potenzial.

Statue-Indo-109x150 in Schwellenlandanleihen immer solider“Ein gut diversifizierter Korb aus Geldmarktinstrumenten von Schwellenländern dürfte besser abschneiden als Cash-Positionen in US-Dollar und Euro”, sagt etwa Uta Fehm, Schwellenmarkt-Anleihe-Expertin bei UBS Global Asset Management. Für Investoren gewinne Auswahl und Durationssteuerung an Bedeutung.

Die Kredit-Ratings werden sich nach Fehms Einschätzung weiter verbessern: “Wegen des guten Wirtschaftswachstums und der soliden Fundamentaldaten der Schwellenländer dürfte es mehr Upgrades als Downgrades beim Kredit-Rating von Schwellenländeranleihen geben.”

Schwellenland-Ratings im Aufwind

Eine UBS-Auswertung der Ausblicke von Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s ergab, dass die Rating-Agenturen diese Annahme stützen. Für deutlich mehr als 80 Prozent der Fälle sehen die Agenturen einen positiven oder zumindest konstanten Rating-Verlauf vorher.

Größte Gefahr für diese Entwicklung ist eine anziehende Inflation. “Wesentlich dürfte der Inflationsverlauf in den Emerging Markets sein, da er die lokalen Renditen beeinflusst. Sollten zudem die Renditen bei den US-Treasuries oder den deutschen Bundesanleihen signifikant steigen, dürften die Preise für in Euro oder US-Dollar denominierte Unternehmens- und Staatsanleihen von Schwellenländern schwächer tendieren. In diesem Fall könnten Anleihen mit kürzerer Duration interessanter werden”, weiß Fehm.

Laut Fehm liege ein fairer Spread-Level für den EMBI Global Benchmark Index, in dem in US-Dollar denominierte Staatsanleihen und Anleihen halbstaatlicher Organisationen gelistet sind, bei etwa 240 bis 250 Basispunkten. Momentan beträgt der Spread-Level zwischen 280 und 300 Basispunkten.

Das stabile wirtschaftliche Umfeld und das anhaltend hohe Investoreninteresse sollten jedoch die Risikoaufschläge weiter reduzieren und zu Kursgewinnen führen, so Fehm: „Auch wenn die noch zu erwartenden Spread-Einengungen geringer sein sollten als im Jahr 2010, bieten sie doch einen attraktiven Zusatzertrag in einem Umfeld, in dem mit steigenden Zinsen zu rechnen ist.” (mr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Die Top 5 der Woche: Versicherungen

Was waren die interessantesten Versicherungs-Themen der Woche? Welche Beiträge klickten die Leser von Cash.Online besonders häufig? Unser wöchentliches Ranking zeigt es auf einen Blick.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Tempo als Erfolgsfaktor

Immobilienkäufer in Ballungsgebieten werden in der Regel eher beneidet als bemitleidet.
 Doch leicht haben sie es nicht. Für den Traum vom Eigenheim oder das passende Kapitalanlageobjekt müssen sie in der Regel lange suchen.

Teil Eins des Gastbeitrags von Dr. Matthias Sattler und Fidelius Möst, Berg Lund & Company

mehr ...

Investmentfonds

Die Top 5 der Woche: Investmentfonds

Was waren interessantesten Investment-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Berater

Die Top 5 der Woche: Berater

Welche Themen im Bereich Finanzberater interessierten die Leser von Cash.Online in der Woche vom ersten April ganz besonders? Die Antwort liefert unsere wöchentliche Liste.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Welche Sachwerte-News lagen im Interesse der Cash.Online-Leser diese Woche ganz vorn? Sehen Sie es auf einen Blick in unserem wöchentlichen Ranking:

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...