Fidelity startet neues Vermögensmanagement

Fidelity Worldwide Investment, Kronberg im Taunus, will mit seiner Strategischen Anlage Modellierung (Sam) privaten Fondsanlegern ein Vermögensmanagement inklusive Beratung anbieten.

Geld Sicherheit SchlossDie Portfolien sollen auf den Kundenbedarf abgestimmt, bis zur Auszahlung automatisiert gepflegt und Risiken zum Ende der Laufzeit systematisch reduziert werden, ohne dass sich Anleger ständig darum kümmern müssten, so die Fondsgesellschaft.

„Dazu gehören drei Schritte: eine Beratung zur Ermittlung des Anlagebedarfs und der geeigneten Anlagestrategie für den jeweiligen Risikotyp, eine darauf aufbauende systematische Portfolioeinteilung und Fondsauswahl nach vorgegebenen Kriterien sowie eine automatisierte Reduzierung des Risikos im Portfolio, wenn der gewählte Auszahltermin näher rückt. So erhalten Anleger ein für sie passendes gemanagtes Portfolio, das ihr Risikoprofil sowie ihre persönlichen Anlageziele und ihren Anlagehorizont berücksichtigt und aus den besten Fonds vieler in Deutschland verfügbaren Anbieter besteht“, sagt Andreas Feiden, als Geschäftsführer bei Fidelity Worldwide Investment verantwortlich für das Privatkundengeschäft.

Anleger müssen sich laut Feiden nicht mehr allein im Dschungel der über 8.000 Fonds in Deutschland zurechtfinden, sondern erhalten auf einfache und transparente Weise ein komplettes Depot mit geeigneten Bausteinen: „Der Anleger profitiert so von einer professionellen Anlageberatung für sein Vermögensmanagement schon mit Anlagebeträgen ab 10.000 Euro und auch in Verbindung mit Sparplänen.“

Mehrstufiger Auswahlprozess

Um Anlagebedarf und Risikotyp zu ermitteln, führt Sam Anleger durch einen Fragenkatalog, der sich auf anlegerpsychologische Erkenntnisse des Max-Planck-Instituts stützt. Insgesamt sind fünf Risikotypen hinterlegt, denen jeweils eine strategische Vermögensallokation zugeordnet ist. Sam wählt dafür dann auf der Basis vorgegebener Kriterien die jeweils drei Fonds in den Anlageklassen Anleihen, Aktien und Rohstoffe aus. Grundlage für die Auswahl aus über 8.000 Fonds von rund 220 Anbietern ist die Erfüllung von Mindestkriterien wie etwa der Morningstar-Bewertung von mindestens vier Sternen sowie ein bestimmtes Alter und Volumen der Fonds. Zusätzlich analysiert Sam die Rendite der vorausgewählten Fonds mit Blick auf deren Verlustrisiken und Volatilität. Das so zusammengesetzte Sam-Portfolio – von konservativ bis risikofreudig – sollte sich damit vor allem in fallenden Märkten vergleichsweise schwankungsarm entwickeln.

Die Portfolios werden jährlich ausbalanciert und quartalsweise die Fonds im Portfolio nach strikten Qualitätskriterien überprüft und wenn nötig austauscht. Je nach gewählter Anlagestrategie reduziert das System ab fünf Jahre vor dem gewünschten Zieltermin kontinuierlich das Risiko des Portfolios durch Umschichtung in weniger schwankungsanfällige Anlageklassen. Zum Schluss ist das Kapital zu 100 Prozent in Geldmarktfonds angelegt.

Feiden: „Der Anleger muss sich nicht regelmäßig selbst um sein Portfolio kümmern. Er kann sein Geld einfach im Depot liegen und für sich arbeiten lassen. Sein Kapital ist dabei aber nicht wie bei vielen Formen der Altersvorsorge bis zum Auszahltermin gebunden. Wenn er es braucht, kann der Anleger jederzeit an sein Geld, ohne dass Kosten anfallen.“ Zusätzlich zu einem Ausgabeaufschlag von 1,5 Prozent auf die Anlagesumme fallen laut Fidelity zwischen 0,3 und 0,8 Prozent Gebühren zuzüglich Mehrwertsteuer an. (mr)

Foto: Shutterstock

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