Weitere Rating-Agentur stuft Frankreich ab

Die US-Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Frankreichs um eine Stufe von Aaa auf Aa1 gesenkt. Wettbewerber Standard & Poor’s ist diesen Schritt  bereits im Januar gegangen.

 

Für Fondsgesellschaften wie Fidelity keine notwendige Maßnahme. „Zwar sind die Wachstumsaussichten der Grande Nation langfristig durch verschiedene strukturelle Herausforderungen belastet, die Herabstufung zum jetzigen Zeitpunkt ist dennoch überraschend“, sagt Tristan Cooper, Analyst für Staatsanleihen bei Fidelity Worldwide Investment.

Die Herabstufung Frankreichs durch Moody’s gründet sich seiner Meinung auf den langfristigen strukturellen Wachstumshindernissen des Landes. Standard & Poor’s hat bereits im Januar ein „AA+“-Rating mit negativem Ausblick gegeben.

„Die Grundlage für Moody’s Entscheidung enthält keine zusätzlichen oder neuen Erkenntnisse, sondern lang Bekanntes. Insofern ist nicht Moody’s Entscheidung, Frankreich herabzustufen, an sich überraschend, sondern das Timing“, so Cooper.

Denn die jüngsten Zahlen zum dritten Quartal seien besser als erwartet. Zudem habe Frankreich bereits auf den Bericht des Regierungsbeauftragten und früheren EADS-Chefs Louis Gallois reagiert und eine Senkung der Lohnnebenkosten für Unternehmen angekündigt, meint Cooper: „Das werte ich als positiven Schritt in Richtung Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit.“ (mr)

Foto: Shutterstock

 

 

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