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9. Mai 2012, 10:44
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Feste Ausschüttungen sind keine Eintagsfliege

Fonds mit festen Ausschüttungen werden immer beliebter. Denn sie treffen den Nerv der Zeit. In volatilen Märkten wie den heutigen und in einem niedrigen Zinsumfeld suchen Anleger nach Planbarkeit und Zuverlässigkeit.

Schroders

Gastkommentar: Achim Küssner, Schroders

Und genau das liefern Anteilsklassen mit fester Ausschüttung. Ihr Vorteil ist, dass zu festgelegten, regelmäßigen Terminen eine prozentual festgelegte Ausschüttung erfolgt, mit der Anleger rechnen und zuverlässig planen können. In jüngster Zeit wurden vereinzelt Stimmen laut, die in dieser Produktinnovation eine Marketingmasche der Fondsbranche sehen, doch diese Kritik ist gleich in vielerlei Hinsicht unzutreffend.

Bei den Anteilsklassen mit fester Ausschüttung handelt es sich um kein neu kreiertes Modeprodukt, das auf den Markt geworfen wurde, um kurzlebige Trends zu bedienen. Vielmehr werden neuen Anteilsklassen häufig bei bestehenden und bewährten Produkten als Zusatzangebot zu thesaurierenden Anteilsklassen eingeführt, die darüber hinaus weiterhin verfügbar bleiben. Die Selektion der dafür in Frage kommenden Fonds wird mit großer Sorgfalt vorgenommen. Denn gute Produktgeber wissen, dass ein hochvolatiler Aktienfonds mit geringen Dividendenerträgen kaum für feste Ausschüttungen geeignet ist.

Wir bieten diese Auszahlungsmodelle deshalb nur für Produkte an, deren historische Entwicklung die Ausschüttungsziele als realistisch erscheinen lassen. Die Angebotspalette ist trotz dieser Vorgaben äußerst vielfältig – sie reicht von Rentenprodukten für globale und regionale Staats- und Unternehmensanleihen über Multi-Asset- und Dividendenfonds mit und ohne Optionsstrategien bis hin zu Währungsfonds. Passend zu der Vielfalt der Anlagen variieren auch die festen jährlichen Ausschüttungen, die zwischen zwei bis acht Prozent jährlich liegen können. Die achtprozentige Festausschüttung liefert übrigens ein Dividendenfonds, der seit Einführung der Festausschüttung in jedem Jahr seine Auszahlung erwirtschaften konnte.

Die Auszahlungen werden meist durch Zinsen, Dividenden oder Optionsprämien erwirtschaftet, die weitgehend unabhängig vom aktuellen Marktumfeld sind. Es ist zwar unter besonders schwierigen Bedingungen denkbar, dass die Ausschüttungen nicht aus diesen Erträgen geleistet werden können. Doch Wertpapiere aus so einem Portfolio müssen deshalb nicht veräußert werden. Die Fonds können in diesen seltenen Ausnahmefällen ihre Ausschüttungen aus dem Barbestand tätigen. Nur wenn die Marktlage über mehrere Jahre die Erwirtschaftung der fixen Ausschüttung unmöglich macht, sollte ihre Höhe vom Anbieter verändert werden.

Seite zwei: Warum Kunden die Ausschüttungen wollen

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