Fidelity erwartet „Ende der Ramschaktien-Rallye“

Nicht zuletzt dank der anhaltenden Geldflut der Notenbanken stiegen die Aktienmärkte in den letzten neun Monaten. „Von dieser Hoffnungsphase profitierten insbesondere risikoreichere Titel. Doch die Ramsch-Rally endet jetzt“, prognostiziert Matt Siddle, Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund.

Das ist laut Siddle eine gute Nachricht: „Die Hoffnungsphase im Investmentzyklus begann im Juli vergangenen Jahres mit Mario Draghis Versprechen, alles zu tun, um den Euro zu retten. Die Euphorie der Marktteilnehmer trat am Aktienmarkt eine regelrechte Ramsch-Rally los, an deren Spitze Bankenwerte lagen. Dabei schnellten die Kurse der riskantesten Kredithäuser Europas besonders stark nach oben.“

Und weiter: „Im Zuge der Patt-Wahl in Italien und der unkonventionellen Rettungsaktion für Zypern kehrt jedoch die Nüchternheit zurück an die Aktienmärkte: Investoren beginnen Ergebnisse zu fordern, statt sich mit der bloßen Hoffnung auf Besserung abspeisen zu lassen. Das Ende der Hoffnungsphase, das sich nun einstellt, bedeutet auch das Ende der Ramsch-Rally.“

Die Spreu trennt sich vom Weizen

„Das hört sich zunächst nach einem eher düsteren Marktausblick an. Aber der Hoffnungsphase folgt im Investmentzyklus die Wachstumsphase. Und auch die insgesamt steigenden Leitindikatoren weisen darauf hin, dass wir uns an der Schwelle zu dieser nächsten Marktphase befinden – auch wenn die Risiken durch politische Störfeuer noch immer nicht gebannt sind“, so Siddle. (mr)

Foto: Shutterstock

 

 

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