Anzeige
8. August 2013, 08:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Go West: US-Dollar lockt zu Aktien

Der Wechselkurs des US-Dollars ist ein wichtiges Barometer für die finanzielle Situation rund um den Globus. Aktuell springen die Ampeln wieder auf Grün.

Dominic Rossi, Fidelity Worldwide Investment

US-Dollar

“Ein starker US-Dollar ist Basis für Kursanstiege.”

Aktionäre sollten die Entwicklung der US-amerikanischen Währung nicht außer Acht lassen. Der US-Dollar-Wechselkurs wirkt folgendermaßen bis auf das Börsenparkett: Tendiert der Greenback stabil oder wertet auf, fungiert er als Wertspeicher und ermuntert zu Investitionen.

Sinkt sein Wechselkurs hingegen, ist das Gegenteil der Fall: Ein fallender US-Dollar vernichtet Sparvermögen, hemmt die Investitionsneigung und fördert ein instabiles finanzielles Umfeld, in dem sich Anleger auf die Suche nach Anlagealternativen zu westlichen Aktien machen.

Die gute Nachricht: Inzwischen scheint der seit 2002 andauernde Bärenmarkt der Weltreservewährung Nr. 1 sein Ende erreicht zu haben – mit positiven Folgen für die Aktienmärkte.

Haushaltsdisziplin wächst

Anleger zieht es allem Anschein nach wieder verstärkt nach Westen. Das laufende Jahrzehnt könnte daher mehr den 1990er-Jahren als den vergangenen zehn Jahren gleichen. Die 1990er-Jahre standen ganz im Zeichen eines starken Dollars.

Als Bill Clinton 1992 zum Präsidenten gewählt wurde, konnte er die Früchte der von seinem Vorgänger verabschiedeten Steuererhöhungen ernten und die “Friedensdividende” nach dem Fall der Berliner Mauer einstreichen.

Dank dieser Schützenhilfe gelang es ihm in seiner Amtszeit, ein Haushaltsdefizit von vier Prozent in einen Überschuss zu verwandeln. Der sanierte Haushalt bewirkte im Zusammenspiel mit einer soliden Geldpolitik und positiven realen Zinsen, dass der US-Dollar an Boden gewann und die Rohstoffpreise nachgaben.

Zugleich erlebten gerade die Industriestaaten einen starken Börsenboom, Aktien ließen praktisch alle anderen Anlageformen hinter sich zurück. Das änderte sich unter George W. Bush dramatisch. Die USA begannen äußerst kostspielige Militäreinsätze.

US-Militärausgaben sinken

Hinzu kamen zahlreiche Steuerkürzungen, sodass sich die Haushaltslage ab 2002 rasant verschlechterte. In der Folge verlor der Dollar an Wert und Rohstoffe verteuerten sich sprunghaft. Dass die konjunkturell bedingte Besserung des US-Haushalts in den Jahren 2004 bis 2007 keinen Widerhall in einem starken Dollar fand, kann im Nachhinein als Vorbote der Probleme im Finanzsystem gesehen werden.

Mit Barack Obama als US-Präsident stehen wir nun am Beginn einer Phase, deren Rahmenbedingungen wieder stärker an die 1990er-Jahre erinnern. Nach dem sprunghaften Anstieg im Jahr 2008 sind die Staatsausgaben nominal betrachtet seit 2009 stabil. Und die automatischen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen als Folge des ungelösten US-Haushaltsstreits dürften einen weiteren Beitrag zur Haushaltsdisziplin leisten.

Seite zwei: US-Handelsbilanz bessert sich

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Sicherheitslücke in WLAN-Verschlüsselungsstandard

SicherheitsforscheSicherheitsforscher der Katholischen Universität Löwen haben eine gravierende Sicherheitslücke in dem Verschlüsselungsprotokoll WPA2 entdeckt, mit dem WLAN-Netze abgesichert werden. Ob die Lücke nur unter Laborbedingungen auftritt oder auch von Cyberkriminellen ausgenutzt werden kann, ist noch unklar.

mehr ...

Immobilien

Grundstücksrecht: Kostenfallen beim Immobilienkauf

Um im hart umkämpften Immobilienmarkt Deutschlands den Traum von den eigenen vier Wänden realisieren zu können, ignorieren Suchende immer häufiger Gefahren und Risiken. Das kann jedoch schwere Folgen auf finanzieller Ebene haben.

mehr ...

Investmentfonds

Warum der Einsteig in japanische Aktien lohnt

Japan ist noch immer bekannt für eine schwache Wirtschaft und eine niedrige Inflationsrate. Doch es gibt mehrere Gründe dafür, in den japanischen Markt einzusteigen. Investoren sollten nicht darauf warten, dass sich die Binnenkonjunktur stärkt, bevor sie investieren.

mehr ...

Berater

Mit Megatrends überzeugen

Anleger, die langfristig investieren, benötigen ein weit in die Zukunft reichendes Vertrauen in ihre Vermögensanlage.Themeninvestments, die auf stabile Megatrends setzen, können nicht nur durch ein langfristiges überdurchschnittliches Renditepotenzial überzeugen. Sie bieten Anlegern auch eine emotional nachvollziehbare Perspektive.

mehr ...

Sachwertanlagen

HTB-Zweitmarktfonds knacken Marke von 100 Millionen Euro

Die HTB Gruppe aus Bremen hat für ihre Serie von Immobilien-Zweitmarktfonds bislang insgesamt 100 Millionen Euro Eigenkapital eingeworben. Auch die Platzierung des aktuellen Fonds läuft gut.

mehr ...

Recht

LV-Standmitteilungen: Klare Standards müssen her

Die aktuelle Gesetzesnovelle zu den Standmitteilungen ist ein wichtiger Schritt in Richtung Transparenz und Vollständigkeit. Doch eine Garantie für bessere Verständlichkeit ist sie nicht.

Gastbeitrag von Henning Kühl, Policen Direkt

mehr ...