Fidelity: Dividenden werden noch ertragreicher

Die Erträge aus Dividenden werden weiter steigen. Das erwartet Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei der Fondsgesellschaft Fidelity Worldwide Investment, Kronberg im Taunus. Insbesondere bei Aktien aus den Schwellenländern.

Carsten Roemheld, Fidelity Worldwide Investment

„Dividendenstarke Aktien stellen mit Blick auf laufende Erträge eine gute Alternative zu Anleihen dar“, so der Experte. Anleger bekämen trotz Niedrigzinsumfeld regelmäßige Erträge. In 2013 wurden nach seinen Angaben weltweit Dividenden in Höhe von rund 1.170 Milliarden US-Dollar ausgeschüttet, das entspricht umgerechnet 30 Prozent des deutschen Bip. Aktuell stammen knapp 25 Prozent der Dividendenzahlungen aus Schwellenländern − Tendenz steigend.

„Reinvestierte Dividenden machten seit den 1970er Jahren rund 40 Prozent der Gesamtrendite von Aktien aus“, sagt Roemheld. Dividendenausschüttungen haben sich mittlerweile rund um den Globus etabliert: „Zwar sind die entwickelten Länder immer noch führend, was die Höhe der Dividendenzahlungen angeht. Aber in den vergangenen Jahren beobachten wir den Trend, dass auch immer mehr Unternehmen aus Asien, Lateinamerika, Zentral- und Osteuropa, dem Mittleren Osten und Afrika Dividenden ausschütten beziehungsweise ihre Dividenden steigern. So kamen im Jahr 2013 schon 24,9 Prozent der globalen Dividendenzahlungen aus den Schwellenländern. Das entspricht 291 Milliarden US-Dollar.“ Insofern sei es für Anleger, die eine Dividendenstrategie verfolgen, zunehmend besser möglich, global zu diversifizieren.

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Per Gesetz zu höheren Dividenden

Mit der positiven Entwicklung vieler Unternehmen aus den Schwellenländern dürften auch die dortigen Dividendenzahlungen weiter wachsen, vermutet Roemfeld. Gesetze in einigen Ländern verstärken diesen Trend noch: So hat beispielsweise die südkoreanische Regierung im August angekündigt, die Steuern auf Dividenden zu senken, und gleichzeitig eine neue Steuer für einbehaltende Unternehmensgewinne eingeführt. Berechnungen gehen davon aus, dass dadurch die Dividenden in Südkorea um durchschnittlich 15 Prozent steigen könnten.

Dabei liegen die Dividendenrenditen bereits in allen wichtigen Märkten höher als im Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre. In Europa ist die Dividendenrendite mit aktuell 3,1 Prozent im weltweiten Vergleich besonders hoch. Damit sind hier die Dividenden bei rund der Hälfte der Unternehmen höher als die Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen.

Seite zwei: Aktienanlagen als Kern-Investmentstrategie

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