„Der Markt für passive Produkte wächst“

Was müssen Anleger angesichts vieler Metoo-Produkte bei der Auswahl beachten?

Vor allem die Kosten. Ansonsten hängt viel von der persönlichen Präferenz ab: Swap basiert oder physisch replizierend, ausschüttend oder thesaurierend, in Deutschland oder im Ausland domiziliert.

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Ich persönliche finde die Me-too-Produkte bei aktiven Fonds problematisch, nicht aber bei ETFs: Gibt es 15 ETFs auf den Euro Stoxx 50, kann ich als Anleger mit einer einfachen Sortierfunktion über verschiedene Zeiträume die beste Performance finden – der Anbieter des ETF mit der besten Performance hat den besten Job beim Tracking gemacht. Das ist eine wertvolle Information für Anleger bei der Due Diligence von ETFs. Motto: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Wie entwickelt sich der deutsche ETFMarkt im internationalen Vergleich?

Die USA sind uns mit Sicherheit 20 bis 30 Jahre insofern voraus, als die private, staatlich geförderte beziehungsweise steuerlich begünstigte Altersversorgung eine zentrale Rolle dort einnimmt. Hinzu kommt die zunehmende Verbreitung von Honorarberatermodellen und ähnlichen Modellen im Vertrieb. Ähnliches scheint sich in den Niederlanden und Großbritannien herauszukristallisieren.

In solchen Märkten bewirkt die veränderte Regulierung und Steuergesetzgebung, dass ein echter Konditionenwettbewerb im Vertrieb stattfindet. Sitzen die Vertriebe mit dem Kunden wirklich in einem Boot, dann dürfte die Passivierung der Kapitalanlage oft begünstigt werden. Das sehen wir sehr stark in Großbritannien, Niederlanden, aber auch in der Schweiz, wo übrigens Gerichtsurteile und nicht die Gesetzgebung eine Änderung der Geschäftsmodelle der Banken bewirkt haben.

Lesen Sie das vollständige Interview in der aktuellen Cash.-Ausgabe 9/2015.

Interview: Marc Radke

Foto: Morningstar

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