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28. Oktober 2015, 14:50
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GAM: Steigende Gewinne in Japan erwartet

Die Berichtsaison in Japan für das dritte Quartal 2015 dürfte viele Investoren positiv überraschen. Davon geht Ernst Glanzmann aus, Manager des JB Japan Stock Fund der Fondsgesellschaft GAM.

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Auch für 2016 sieht Glanzmann gute Chancen für ein starkes Gewinnwachstum in Japan.

“Ich erwarte, dass die Gewinne im dritten Quartal 2015 um zehn Prozent höher sind als im Vergleichsquartal des Vorjahres”, erklärte er. Dafür verantwortlich sei insbesondere die hohe Konsumnachfrage in Japan. Glanzmann rechnet mit einer positiven Neubewertung vieler japanischer Aktien, die zuvor unter dem “übertriebenen Pessimismus” des Marktes gelitten hätten.

Im Mittelpunkt stehe die Frage, wie stark sich die schwächere Nachfrage aus China auf japanische Unternehmen ausgewirkt hat, vor allem in den Sektoren Automobil, Elektronik und Maschinenbau. “Der Markt hat die Folgen des schwächeren China-Geschäfts überschätzt und zu stark eingepreist”, ist Glanzmann überzeugt. Oft werde außer Acht gelassen, dass die Region Asien-Pazifik inklusive China nur elf Prozent aller japanischer Exporte ausmache.

Auch für 2016 sieht Glanzmann gute Chancen für ein starkes Gewinnwachstum in Japan. Vielversprechende Unternehmen seien vor allem in den Sektoren IT, Elektronik und Konsumgüter auszumachen.

Trend zu mehr Fusionen

“Im vierten Quartal 2015 dürfte sich zudem der Trend hin zu mehr Fusionen und Übernahmen bei japanischen Unternehmen verstärken”, sagte Glanzmann. Allein in diesem Jahr habe es Transaktionen im Wert von zehn Billionen Yen gegeben, ein Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Einführung des “Corporate-Governance”-Kodex erhöht laut Glanzmann den Druck auf Unternehmen, ihre Ertragsziele mit den Erwartungen ihrer Aktionäre in Einklang zu bringen. Dabei könnten Übernahmen eine willkommene Lösung sein, um hohe Cash-Bestände wirksam einzusetzen. Außerdem würden die derzeit günstigen Bewertungen von Unternehmen attraktive Akquisitionsziele schaffen. (kb)

Foto: Shutterstock

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