Traditionelle Goldpreis-Ermittlung endet

Am Goldmarkt geht eine fast einhundert Jahre alte Tradition zu Ende. Am heutigen Donnerstag wird der Goldpreis zum letzten Mal auf die alte Weise ermittelt: Die Händler von vier Banken setzen zwei Mal täglich per Telefon den Preis fest, der von Minenbetreibern bis zu Zentralbanken für die Bewertung des Edelmetalls gilt.

Der Goldmarkt, mit einem Volumen von 18 Billionen Dollar, wird durch das neue Preisfeststellungsverfahren mit mehr Teilnehmern transparenter.

Am Freitag wird der Goldpreis zum ersten Mal in einem neuen Verfahren ermittelt, bei dem Technologie das Sagen hat.

Gold ist das letzte Edelmetall, für das die traditionelle Preisermittlung, das Londoner “Fixing” abgeschafft wird. Die Preise für Silber, Platin und Palladium werden bereits seit letztem Jahr in elektronischen Auktionen festgestellt.

Goldmarkt: 18 Billionen Dollar-Volumen

Der Goldmarkt, mit einem Volumen von 18 Billionen Dollar, wird durch das neue Preisfeststellungsverfahren mit mehr Teilnehmern transparenter, sagt ICE Benchmark Administration, die am Freitag mit dem LBMA Gold Price beginnt. Jeder könne dann die Auktionen online verfolgen, statt auf eine Telefonleitung zu einem der am Fixing beteiligten Händler angewiesen zu sein.

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Das neue Verfahren wird zu den traditionellen Zeiten 10:30 Uhr und 15:00 Uhr Londoner Zeit beginnen. Die Kauf- und Verkaufsorder werden in mehreren Runden elektronisch unterbreitet bis ein Preis gefunden wird.

Deutsche Bank löste Reformen aus

Die Deutsche Bank AG hatte die Reformen im vergangenen Jahr ausgelöst, als sie sich aus der Preisermittlung für Edelmetallbenchmarks zurückzog. Damit verblieben Société Générale SA, Bank of Nova Scotia, HSBC Holdings Plc und Barclays Plc zur Preisfestsetzung übrig.

Die London Bullion Market Association teilte im vergangenen Monat mit, dass unter anderem chinesische Banken an einer Teilnahme unter der neuen Methode interessiert seien. Welche Banken ab Freitag mit der Preisermittlung beginnen werden, wollten Sprecher von LBMA und ICE in dieser Woche nicht mitteilen.

Quelle: Bloomberg

Foto: Shutterstock

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