17. März 2015, 14:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ifo: Kapitalflucht aus Griechenland geht weiter

Unter Berufung auf jüngste Daten aus Athen warnt das Münchener Ifo-Institut, dass die Finanzierung der griechischen Kapitalflucht durch die Notenbanken des Eurosystems weitergehe und dringend Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden müssten.

Griechenflagge750 in Ifo: Kapitalflucht aus Griechenland geht weiter

Die griechische Notenbank hat inzwischen insgesamt 91 Milliarden Euro an sogenannten Target-Schulden gegenüber anderen Zentralinstituten des Eurosystems.

Neue Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe

Die griechische Notenbank hatte im Januar 27 Milliarden Euro und im Februar weitere 15 Milliarden Euro an Überziehungskrediten anderer Notenbanken in Anspruch genommen, um Auslandsüberweisungen durchführen zu können. Hinzu kommt eine Kreditgewährung in Form einer überproportionalen Bargeldausgabe in Höhe von 13 Milliarden Euro.

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn erklärt: „Das zeigt, wie dringend Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland eingeführt werden müssen, damit nicht noch mehr Fluchtkapital durch Kredite des Eurosystems ersetzt werden muss.“

Die Gesamtschuld des Landes gegenüber der EZB und den Rettungsschirmen vergrößerte sich laut Sinn auf 324 Milliarden Euro oder 181 Prozent des Bip. Allein für Deutschland erhöhte sich das maximale Kreditrisiko demnach auf 86 Milliarden Euro. (mr)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Finaler Schlag: Allianz setzt sich endgültig gegen die Verbraucherzentrale Hamburg durch

Der Versicherer Allianz hat einen jahrelangen Rechtsstreit gegen die Verbraucherzentrale (VZ) Hamburg endgültig gewonnen. Es ging um die Frage, ob die Onlinewerbung für die Rentenversicherung „Indexselect“ irreführend ist. Die gerichtliche Auseinandersetzung sei beendet, bestätigten Vertreter beider Seiten auf Anfrage von boerse-online.de, dem Online-Portal des Münchener Finanzen Verlages.

mehr ...

Immobilien

Berlin – Büroentwicklungen jenseits der Komfortzone

Am 18. März wurden auf dem Start-up-Portal gründerszene.de gleich zwei Nachrichten veröffentlicht, die aufhorchen lassen. Was dies mit der Wohnsituation zu tun hat. Ein Kommentar von Joshua Abadayev, Geschäftsführer Atrium Development Group.

mehr ...

Investmentfonds

China: Wirtschaft wächst langsamer, Aktienauswahl ist Trumpf

Das Wirtschaftswachstum in China ist im zweiten Quartal 2019 auf 6,2 Prozent gefallen, den niedrigsten Wert seit beinahe dreißig Jahren. Die Regierung versucht, mit zahlreichen stimulierenden Maßnahmen einer weiteren Abschwächung zuvorzukommen – insbesondere angesichts des Handelskonflikts mit den USA. Aber auch in diesem schwierigen Umfeld bieten sich am chinesischen Aktienmarkt einige interessante Anlagechancen.

mehr ...

Berater

Potenzial für Car-Sharing noch nicht ausgeschöpft

Aktuell nutzt fast ein Viertel der Großstädter aktiv Sharing-Angebote für die individuelle Mobilität: 24,6 Prozent von Ihnen gaben in einer aktuellen Befragung von BDO an, in der vergangenen Woche auf entsprechende Autos (13,1 %), Fahrräder (9,9 %) und E-Roller (9,9 %) zurückgegriffen zu haben.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundesregierung plant Verbot von Blind-Pool-Vermögensanlagen

Das Finanz- und das Justiz-/Verbraucherschutzministerium haben ein „Maßnahmenpaket“ vorgestellt, mit dem Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz weiter eingeschränkt und zum großen Teil verboten werden sollen.

mehr ...

Recht

Fliegende Dachziegel – Gebäudeeigentümer musste für Sturmschäden haften

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

mehr ...