Western AM: Kein verzögerter Zinsanstieg

Auch ein mäßiges US-amerikanisches Wirtschaftswachstum muss die Notenbank Fed nicht von Zinserhöhungen abhalten. Das sagen die Experten der Fondsgesellschaft Western Asset Management.

Der Zinsausblick der Fed bleibe unverändert, heißt es von der Legg-Mason-Tochter. John L. Bellows, Portfolio Manager bei dem Anleihenspezialisten: „Es gibt eine Menge Gründe, warum die Fed trotz eines schwächeres Bip-Wachstums nicht von ihren Plänen für einen Zinsanstieg abweichen muss. Zum einen gehören Preisstabilität und Vollbeschäftigung zum Auftrag der US-Notenbank, beides beinhaltet das BIP aber nicht direkt. Zum anderen kann die Fed mit einer mittelfristigen Perspektive im Hinterkopf die aktuellen BIP-Zahlen einfach nur zur Kenntnis nehmen. Und zu guter Letzt macht es auch die offene Frage nach der Produktivität nicht leichter, überhaupt zu beurteilen, wie genau das Bip-Wachstum aussehen sollte.“

Fokus auf Arbeit und Inflation

Bellows glaubt daher, dass Fed-Chefin Janet Yellen in ihrer Pressekonferenz einen stärken Fokus auf den Arbeitsmarkt und die Inflationen legen wird und „beides sieht deutlich besser aus als die aktuellen Bip-Daten“ vermuten lassen.

„Wir glauben, dass die Bip-Daten im heutigen Marktumfeld relativ betrachtet weniger wichtig sind. Deshalb glauben wir auch, dass die Fed ihre Absicht für einen Zinsanstieg im September bekräftigen wird“, so Bellows. Dann seien vor allem kurzfristige Anleihenzinsen überbewertet und kämen unter Druck – mit entsprechenden Auswirkungen für Positionen am kurzen Ende der Renditekurve. (mr)

Foto: Shutterstock

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