Anzeige
3. Februar 2016, 08:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Binnenkonsum stärkt heimisches Wirtschaftswachstum

Das robuste Wachstum der deutschen Wirtschaft wird auch in 2016 in erster Linie von der Binnenwirtschaft getragen. Insbesondere der private Konsum befeuert die Entwicklung. „In 2015 sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte um sagenhafte 1,9 Prozent gewachsen und in 2016 sehen wir eine Fortsetzung dieses Wachstums mit 1,8 Prozent auf nahezu gleichem Niveau“, so Michael Wolgast, Chefvolkswirt des DSGV.

Konsum1 in Binnenkonsum stärkt heimisches Wirtschaftswachstum

Der Konsum treibt die heimische Wirtschaft.

Ursächlich für diese Entwicklung seien insbesondere die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt, der Anstieg der verfügbaren Einkommen in Deutschland sowie die extrem niedrige Preissteigerung. Eine große Herausforderung für die Wirtschaftsentwicklung bleiben, so Wolgast, die Investitionen. Zwar sei bei den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen in 2016 ein Plus von zwei bzw. drei Prozent zu erwarten, dies sei angesichts der wirtschaftlichen Gesamtsituation aber viel zu wenig. Die inländischen Akteure – die Unternehmen selbst, aber auch die Wirtschaftspolitik – seien daher aufgerufen, hier die Rahmenbedingungen zu verbessern und mehr Anstrengungen für ein dynamischeres Investitionsklima zu unternehmen.

Sparquote zieht trotz Niedrigzinsen an

Niedrigstzinsen und ein damit einhergehender Anstieg der Konsumausgaben hätten bislang aber kaum Auswirkungen auf das Sparverhalten der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. „Die Sparquote dürfte im Jahr 2015 mit 9,6 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau gelegen haben. In absoluten Werten sparen die Deutschen 2015 mit etwa 173 Milliarden Euro rund fünf Mrd. Euro mehr als im Vorjahr“, so Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka Bank. Für das Jahr 2016 sei mit voraussichtlich 9,7 Prozent eine ähnliche Sparquote zu erwarten. Dabei sei zu berücksichtigen, dass bei Nullzinsen weitaus stärkere Sparanstrengungen unternommen werden müssten, um ein gegebenes Vermögensziel zu erreichen. Modellhaft gerechnet müssten bei null Prozent Verzinsung knapp 20 Prozent mehr an Sparleistung aufgewendet werden, um nach zehn Jahren zum gleichen Endvermögen zu gelangen wie bei einer Verzinsung von drei Prozent. „Bislang reagieren die Sparer besonnen auf das Nullzinsumfeld und lassen sich beim Sparen nicht entmutigen“, so Kater.

Bereits seit Ende der 90er-Jahre hätten die Deutschen ihre Ersparnisse nicht so sehr zur Geldvermögensbildung als vielmehr zur Tilgung von Krediten eingesetzt. Kater: „Auf diese Weise ist die Verschuldung der privaten Haushalte mit insgesamt 30,9 Prozent in Relation zum Geldvermögen mittlerweile auf einem historisch niedrigen Niveau angelangt.“

Die Geldvermögensbestände seien 2015 gegenüber dem Vorjahr um rund 3,5 Prozent auf knapp 5,3 Billionen Euro angestiegen. Das weiterhin hohe Sparvolumen und das Auslaufen der Kredittilgungen ließen die Geldvermögensbildung weiter nach oben klettern. „Für 2016 erwarten wir einen Bestand von knapp 5,5 Billionen Euro. Dabei machen Zuflüsse im Jahr 2015 161 Mrd. Euro aus, für das Jahr 2016 gehen wir davon aus, dass die Deutschen sich mit 165 Milliarden Euro neu bei Einlagen und an den Finanzmärkten engagieren“, so DekaBank-Chefvolkswirt Kater.

Quelle: DSGV/tr

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

AfW begrüßt neues Fördermitglied

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, hat sich der Lebensversicherer Canada Life Assurance Europe dem Kreis der Fördermitglieder des Verbands angeschlossen. Die Gesellschaft ist demnach bereits seit dem 1. Mai 2017 Förderer des AfW.

mehr ...

Immobilien

Großstädte: Bevölkerungszahlen wachsen weiter – Wohnungsmangel bleibt

Die Einwohnerzahlen in den deutschen Großstädten legen weiter zu, so das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Mittlerweile lebten fast fünf Prozent mehr Menschen dort als noch im Jahr 2010. Dies habe Konsequenzen für die Wohnungspolitik.

mehr ...

Investmentfonds

Reformen in Argentinien als Balanceakt

Auf der Suche nach attraktiven Renditen ist seit Jahresbeginn viel Geld in die Schwellenländer geflossen. Zuletzt fand eine Anleihe Argentiniens mit einer Laufzeit von 100 Jahren reißenden Absatz. Das Reformprogramm von Präsident Mauricio Macri scheint erste Früchte zu tragen. Gleichzeitig ist noch ein weiter Weg zu gehen.

mehr ...
21.07.2017

Trendwende bei Gold

Berater

Conceptif meldet Erlösplus

Die Hamburger Conceptif-Gruppe hat eigenen Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2016 von der anhaltend positiven Marktentwicklung bei privaten und gewerblichen Sachversicherungen profitiert. Demnach konnte die Gruppe deutliche Zuwächse bei den Umsatzerlösen und beim Ergebnis erzielen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbeteiligung: Was geschieht bei Tod des Anlegers?

Das durchschnittliche Alter von Fondsinvestoren ist vergleichsweise hoch. Daher sind Erbfälle mit Anteilen an geschlossenen Fonds keine Seltenheit. Was geschieht jedoch mit einer Fondsbeteiligung im Todesfalle eines Anlegers?

mehr ...

Recht

Risiko Erben: Sehr früh an sehr viel später denken

In Deutschland werden laut einer aktuellen Studie immer größere Vermögenswerte an die nächste Generation übergeben. Eine Beschäftigung mit dem Thema sollte aber nicht bis zur allerletzten Minute aufgeschoben werden.

mehr ...