1. Juli 2016, 10:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Brexit: Mit US-Anleihen und europäischen Aktien durch den Sturm

Die Luxemburger Fondsplattform Moventum hat sich bereits Monate vor dem Brexit-Votum der Briten mit vier Szenarien auf den Ausgang des Referendums vorbereitet. Der Dollar und die europäischen Aktienmärkte spielten dabei die Hauptrolle zur Entscheidung.

Big-Ben London in Brexit: Mit US-Anleihen und europäischen Aktien durch den Sturm

Mit Anleihen lassen sich die Nachbeben des Brexits gut überstehen.

Vor dem Votum wurden US-Anleihen aufgestockt und gleichzeitig europäische Aktien reduziert. Der Bestand an defensiven Mischfonds wurde verringert. „Natürlich konnten auch wir die Entscheidung der britischen Wähler nicht vorwegnehmen“, erklärt Michael Jensen, Executive Vice President bei Moventum. „Doch haben wir für MoventumPlus Aktiv bereits im Rahmen unserer April-Allocation Bestände mit starkem UK-Exposure gegen Eurolandfonds eingetauscht.“ Die Fondsvemögensverwaltung MoventumPlus Private Wealth Management habe zehn Tage vor dem britischen Referendum einen stärkeren Fokus auf US-Anleihen gelegt, die zudem nicht gegen Währungsschwankungen abgesichert waren. „So waren wir bereits vor der Entscheidung gut positioniert“, freut sich Jensen.

Vier Szenarien wurden vorbereitet

Für den Tag nach dem Referendum hatte sich das Anlage-Team von Moventum vier Szenarien zurechtgelegt. „Neben der Entscheidung für oder gegen einen Verbleib haben wir im Vorfeld auch abhängig von Marktbewegungen vier Szenarien entwickelt und gleich am Freitag danach gehandelt“, erklärt Jensen. So habe Moventum am vergangenen Freitag Positionen in europäischen Aktien aufgestockt und dafür defensive Mischfonds verkauft. „Hätte der Euro im Vergleich zum US-Dollar stärker verloren, hätten wir noch umfassendere Anpassungen vorgenommen“, erklärt Jensen. „Mit den bislang umgesetzten Maßnahmen sehen wir unsere Strategien aber vorerst sehr gut aufgestellt.“

Das Anlageteam rund um Jensen sieht in den Kursverlusten der vergangenen Tage Kaufgelegenheiten und rechnet damit, dass die derzeitige politische Situation zwischen Großbritannien und der EU noch einige Monate erhalten bleibt. „Wir sehen Großbritannien in einer schlechten Verhandlungsposition und glauben, dass die EU potenzielle Austrittswillige abschrecken will“, so Jensen.

„Unser proaktives Vorgehen hat es uns ermöglicht, bereits in den Stunden nach Bekanntgabe des Endergebnisses attraktive Positionen aufzubauen, die unmittelbar zur Gesamtrendite unserer Strategien beigetragen haben. Damit haben wir gegenüber anderen Marktteilnehmern, die bis zuletzt nicht an einen Brexit geglaubt haben, einen entscheidenden Vorteil ausgespielt“, so Jensen, „Wir standen einfach in einer anderen Ecke des Raumes als die Mehrheit.“ (tr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Neue Hoffnung für Vertriebler?

Die Obergerichte hatten bislang ein Ausufern der Grundsätze der Kündigungserschwernis verhindert. Eine Entscheidung des Landgerichts Freiburg lässt Vertriebler nun wieder aufhorchen, die abstrakte Vorschüsse erfolglos in den Aufbau eines Geschäfts investiert haben.

mehr ...

Immobilien

Im Vergleich: Immobilie verkaufen oder vermieten?

Immobilienwert und mögliche Rendite sind für den Entscheidungsprozess besonders wichtig. Vermieter müssen ausreichend Rücklagen besitzen für den Fall, dass Mieter nicht zahlen oder Modernisierungsmaßnahmen anstehen. Eigentümer sind nach dem Immobilienverkauf frei von Verpflichtungen.

mehr ...

Investmentfonds

ÖKOWORLD bietet Eltern und Großeltern den passenden politischen Investmentfonds

Der Zusammenschluss „Parents for Future“ ist eine wirkungsvolle Initiative, die jungen Menschen der “Fridays für Future”-Bewegung in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik unterstützt. Der ROCK ´N `ROLL FONDS von ÖKOWORLD ist als erster Elternfonds der Welt ist genau für diese Community gemacht.

mehr ...

Berater

Zurich übernimmt Berliner Insurtech dentolo

Mit dem Erwerb des Berliner Insurtech dentolo stärkt die Zurich Gruppe Deutschland ihren Direktversicherer DA Direkt bei der  strategischen Weiterentwicklung mit dem vorgesehenen Einstieg in das Geschäft mit Zahnzusatzversicherungen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Aberdeen Standard Investments nimmt schwedische Immobilien ins Portfolio

Aberdeen Standard Investments (ASI) hat seinen paneuropäischen Wohnimmobilienfonds Aberdeen Pan-European Residential Property Fund (ASPER) SICAV-RAIF mit dem Kauf eines Portfolios neuer Wohnimmobilien in Schweden erweitert. Mit dieser jüngsten Akquisition ist das Fondsportfolio nun über sechs Länder und 27 verschiedene Anlagen diversifiziert und hat ein Vertragsvolumen von über 750 Mio. Euro erreicht.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...