30. August 2016, 08:31
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Corporate Bonds aus Schwellenländern sind attraktiv

Märkte dürften volatil bleiben

Nach dem Brexit-Votum rechnet McDonagh damit, dass die Aussichten für die Märkte weltweit volatil bleiben werden. Außerdem hofft er, dass die etablierten Börsenplätze von schwerwiegenden Schocks verschont bleiben. Obwohl das Schwellenländer-Team von Insight im Nachgang des Referendums gewisse Turbulenzen erwartet, dürften diese ihrer Einschätzung nach in erster Linie aber die osteuropäischen Schwellenländer betreffen, in denen das Team lediglich moderat engagiert ist. „Unserer Meinung nach wird der Austritt Großbritanniens aus der EU auf Schwellenländer-Unternehmensanleihen aus anderen Regionen wie Asien und Lateinamerika tendenziell keine bedeutenden Auswirkungen haben.“

Nach eigenen Angaben hat McDonagh im Vorfeld des EU-Referendums aber recht vorsichtig agiert und die Liquiditätsreserve des BNY Mellon Emerging Markets Corporate Debt Fund Ende Juni auf 10% erhöht. Gleichzeitig wurde die Ausrichtung auf Hochzinsanleihen verringert. In der Folge sank die Duration des Fonds und entsprach zuletzt der des Index. Auf regionaler Ebene hat das Team die Engagements in Mittel- und Osteuropa reduziert.

Fundamentaldaten sind in Indonesien, Brasilien und Peru gut

„Am zuversichtlichsten stimmen uns die sich verbessernden Fundamentaldaten in Indonesien, Brasilien und Peru. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in unserer Übergewichtung an diesen Märkten wider. In Indonesien und Brasilien werden derzeit wichtige Strukturreformen umgesetzt, durch welche die Anfälligkeit dieser Staaten für externe Ereignisse nachlässt. Gleichzeitig betreiben die dortigen Notenbanken eine glaubwürdige und berechenbare Geldmarktpolitik.“ Das Portfolio ist in Asien hingegen untergewichtet, weil McDonagh das Bewertungsniveau dieser Märkte für nicht so attraktiv hält.

„Was die Portfoliopositionierung betrifft, so bleiben wir in Papieren mit Investment-Grade-Status untergewichtet, weil Hochzinsanleihen zurzeit einfach attraktiver bewertet sind. Deshalb ist die durchschnittliche Bonitätsqualität des Portfolios mit BB+ etwas niedriger als die der Benchmark (BBB). In Asien setzen wir auch weiterhin auf eine Übergewichtung in Indonesien wie auch in Europa in Russland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Aserbaidschan. In Lateinamerika entfallen unsere Übergewichtungen auf Mexiko, Brasilien, Peru und Paraguay. Auf Branchenebene favorisieren wir Übergewichtungen in den Sektoren Öl und Gas sowie bei Konsumgütern. Im Gegensatz dazu sind wir in den Segmenten Finanzen, Mischkonzerne und Immobilien untergewichtet“, ergänzt McDonagh. (tr)

Foto: BNY Mellon

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