Fed-Entscheidung: Fokus auf Inflationsausblick

Franck Dixmier, Globaler Anleihenchef von Allianz Global Investors, zur voraussichtlichen geldpolitischen Ausrichtung der Federal Reserve Bank in den USA, die morgen verkündet wird.

Franck Dixmier von Allianz Global Investors sieht durch die Übernahme eine geschlossene Lücke im Angeot.
Franck Dixmier von Allianz Global Investors rechnet mit weiteren Zinsschritten in 2017.

Wir erwarten, dass die US-Notenbank in dieser Woche eine Anhebung der Fed Funds Rate um 25 Basispunkte verkünden wird. Die Märkte preisen einen derartigen Schritt bereits zu 100 Prozent ein. In ihrem Statement zur Zinsentscheidung wird die Fed voraussichtlich dem Inflationsausblick besonderen Stellenwert einräumen. Auch wenn die jüngste Festigung des US-Dollars implizit für eine Straffung der monetären Bedingungen sorgt, dürfte die Notenbank auf den Anstieg der Löhne, des Ölpreises und der Inflationserwartungen verweisen, um das Szenario eines Anstiegs der Kerninflation zu bekräftigen. Dies wiederum würde 2017 weitere Zinserhöhungsschritte rechtfertigen.

Inflationserwartungen in 2017

Wie wird die Fed jedoch den steigenden Inflationserwartungen im Jahr 2017 begegnen? Auch wenn sich die Zinsprojektionen der FOMC-Mitglieder (die berühmten „Fed Dots“) bislang nicht als sehr verlässlicher Indikator erwiesen haben, könnten uns die neuen Vorhersagen einen ersten Hinweis geben, wohin 2017 die Reise geht. Die Erfahrung der letzten beiden Jahre lehrt aber, dass diese Projektionen die Finanzmärkte wenig beeinflussen. Letztere blieben bislang agnostisch hinsichtlich der Zinsprojektionen der Fed-Mitglieder.

Unsicherheit aufgrund der neuen US-Regierung

Hinzu kommen die Unsicherheit über den politischen Kurs der neuen US-Regierung unter Donald Trump. Bei der Aktualisierung ihrer Inflations- und Wachstumsprognosen kann es sich die Fed nicht erlauben, etwas zu berücksichtigen, was bis heute nicht mehr als eine wirtschaftspolitische Absichtserklärung darstellt. Daher werden die Annahmen der Notenbank zu gegebener Zeit im Lichte des tatsächlichen Regierungsprogramms überprüft werden müssen. Aus diesem Grund ist es zurzeit wahrscheinlich, dass sich die von Janet Yellen am 14. Dezember zu erwartenden Äußerungen nur geringfügig die Finanzmärkte auswirken werden.

Foto: Allianz Global Investors

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