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1. November 2016, 08:45
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Zwangshypotheken und Hehlerei: Die langen Schatten der Vergangenheit

Vor dem Hintergrund der immer häufiger in der Öffentlichkeit diskutieren Szenarien von großer Inflation, Staatspleiten durch Überschuldung, eines Zusammenbruchs des Finanzsystems oder einer Währungsreform in Europa stellen Anleger zunehmend häufiger die Frage, wie man sein Vermögen davor schützen kann. Ein Blick in die Geschichtsbücher hilft dabei.

Gastbeitrag von Tim Bröning, Fonds Finanz Maklerservice

Zwangshypotheken und Hehlerei: Die langen Schatten der Vergangenheit

“Ein Umdenken in der Geldanlage ist zwingend erforderlich – Aktien, Immobilien und Edelmetalle statt Anleihen, Bargeld und Sparbücher. “

Grundlegend kommt es auf die eigene Einschätzung an, wie schlimm es denn kommen mag. Führende Ökonomen weltweit sehen eine der größten (Finanz-)Krisen auf uns zukommen, die die Menschheitsgeschichte je gesehen hat. Die Hilfslosigkeit der Notenbanken und Politiker hinsichtlich fehlendem Wachstum, anhaltender Nullzinspolitik, Blasenbildung bei Sachwerten sowie Anleihen und immer wieder aufkeimende Schuldenprobleme bei Staaten und Banken sind nur einige Indizien.

Die großen Investmentbanken in den USA sitzen beispielsweise derzeit auf einer 280.000-Milliarden-US-Dollar großen “Derivatbombe” (Vergleich: BIP Deutschland circa 3.300 Milliarden US-Dollar), der sie nur etwa 10.000 Milliarden US-Dollar Vermögen entgegen zu setzen haben. Bei einer eventuellen Wertberichtigung von nur vier Prozent wäre das der weltweite Supergau für das Finanzsystem.

Aktien, Immobilien und Edelmetalle statt Anleihen, Bargeld und Sparbücher

Geht man davon aus, dass die weltweiten Schulden durch Inflation abgebaut werden sollen und dies in Kombination mit der Nullzinspolitik auch gelingt, wäre das sicherlich die sanfteste Form einer Krise, die möglich ist. Die USA hatten dies von 1941 bis 1952 erfolgreich praktiziert und den Schuldenstand zum BIP etwa halbiert. Sämtliche Sparguthaben sowie Anleihen oder Lebensversicherungen wären real nur noch einen Bruchteil wert.

Dagegen kann sich der Anleger allerdings mit Sachwerten schützen, die im Wert steigen. Das heißt ein Umdenken in der Geldanlage ist zwingend erforderlich – Aktien, Immobilien und Edelmetalle statt Anleihen, Bargeld und Sparbücher. Sollte es allerdings zum Zusammenbruch des Finanzsystems kommen ist die Positionierung in der Geldanlage weitaus schwieriger.

Seite zwei: Goldverbot als logische Folge einer Währungsreform

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4 Kommentare

  1. Liebe Leser, vielen Dank für die Kommentare. Das Problem ist immer, dass man in 3.000 Zeichen Kolumne natürlich nicht jeden Argumentationsarm ausführlich erläutern kann. Herr Schäfer hat recht, dass das sehr allgemein ausgedrückt war mit den Zwangshypotheken. Mir kam es auf die Aussage an, dass Immobilien nicht sicher sind. Ich könnte aber vielleicht mal in dem nächsten Beitrag schreiben, wie es in der Geschichte nur bei diesem Thema war. An Aktien (in bezug auf Herrn Müller) würde ich nur Titel wählen, die folgende Merkmale ausweisen: sehr niedrige Verschuldung, hoher Cash-flow, krisenfestes Geschäftsmodell (u.a. Nahrung, Getränke), weltweite Aktivitäten und immer an W. Buffett denken (“Nur in die UN investieren, die jeder Idiot führen kann – denn genau das wird eines Tages passieren.)

    Kommentar von Tim Bröning — 7. November 2016 @ 15:21

  2. Guter Artikel, bis auf die beschränkt “üblichen” Lösungsansätze. Als ob es nur Edelmetalle, Immobilien und Aktien gibt. Langweilig, Gääähn…immer die alte Leier. Sie schreiben ja selbst, in allen 3 Lösungsansätzen auch bei Aktien drohen riesige Kursverluste, was ja stimmt. Eine der sichersten Investitionen, die Direktinvestitionen in gute, solide KMUs die LEBENSNOTWENDIGE Produkte herstellen, wird hier gar nicht erwähnt. Hier wird es keine (Gold)Verbote oder Zwangsmaßnahmen geben, denn auch das “neue” System, egal welches, braucht nach dem Crash eine Bevölkerung mit vollem Magen die mit lebenswichtigen Gütern versorgt wird. Mit einer guten Due Diligence ist das Risiko gering. Bei entsprechender Beteiligung in Art und Höhe kann ich darüber hinaus Einfluss auf die Unternehmenspolitik nehmen. Die Historie zeigt, diese Form der Sicherung ist die Pole Position ins neue System nach dem Crash.

    Kommentar von Jan Mueller — 4. November 2016 @ 09:07

  3. Das könnte ein Ansatz sein, um sein Erspartes durch die Krise zu bringen. Leider ist es aber beim Großteil der Bevölkerung, beim Otto Normalverbraucher so, dass das Risiko gescheut wird in Aktien oder Investmentfonds zu investieren, weil man Angst vor einem (Total-)Verlust hat. Aufgrund der vermeintlichen Sicherheit, die das Sparbuch oder andere sichere Anlagen bieten, wird das Geld dann dort “investiert”.
    Genau das ist der falsche Weg. Das werden aber die meisten Menschen erst merken, wenn es bereits zu spät ist.

    Kommentar von Roland Schäfer — 3. November 2016 @ 21:03

  4. Danke für Ihre Analyse! Leider erwähnen Sie in der letzten Unterüberschrift “Anlage in Aktien …” nicht, von welchem Basiswert die 50 % die Zwangshypotheken auf Immobilien verlangt wurden? 1952 dürften es nach meiner Kenntnis nur sogenannte Hypothekengewinnabgaben gewesen sein, was eine Unterschied zu Zwangshypotheken wäre. Hier wäre m.E. eine deutlichere Differnzierung bzw. Klarstellug nötig.

    Kommentar von Schäfer Richard — 1. November 2016 @ 22:43

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