„Made in Germany“ schiebt Wirtschaft an

Die deutsche Wirtschaft wird den Dämpfer im Sommer nach Einschätzung der Bundesbank schnell abhaken und in den letzten drei Monaten des Jahres 2016 wieder deutlich stärker wachsen.

Die Wachstumsschwäche in den Schwellenländern hat die Stimmung bei Deutschlands exportorientierten Mittelständlern und Kleinunternehmen etwas eingetrübt.
Hamburger Hafen: Deutsche Waren und Güter bleiben im Ausland gefragt.

Es sei damit zu rechnen, „dass der BIP-Zuwachs an das höhere Tempo des ersten Halbjahres anknüpfen wird“, so die Notenbank. Im dritten Quartal hatten sinkende Exporte und die Verunsicherung der Unternehmen nach dem Brexit-Schock Europas größte Volkswirtschaft unerwartet kräftig gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten vollen Quartal nach dem Nein der Briten zur Europäischen Union zum Vorquartal um 0,2 Prozent. Im Frühjahr hatte die deutsche Wirtschaft noch um 0,4 Prozent zugelegt, zu Jahresbeginn gab es ein Plus von 0,7 Prozent. Detaillierte Zahlen zum dritten Quartal gibt es an diesem Donnerstag vom Statistischen Bundesamt.

„Stimmung auf breiter Basis deutlich verbessert“

„Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zuletzt auf breiter Basis deutlich verbessert“, konstatiert die Bundesbank. Dies gelte insbesondere für die Industrie, deren Produktionskapazitäten zunehmend besser ausgelastet seien und deren Auftragsbücher sich füllten. Eine zunehmende Nachfrage nach Waren „Made in Germany“ aus dem Ausland deute auf wieder bessere Geschäfte für Exporteure hin. Dazu komme ein weiter dynamischer Konsum: „Die unverändert günstigen Einkommens- und Arbeitsmarktperspektiven sowie die gute Stimmung der Verbraucher legen auch ein merkliches Plus bei den privaten Konsumausgaben nahe.“ (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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