2. August 2016, 09:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rohstoffe: Die Produzenten werden die Gewinner sein

Nach einer langen Baisse gibt es wieder positive Nachrichten von den Rohstoffmärkten. Für die Produzenten ist die Preiserholung aber besonders hilfreich, da hierdurch ihre Margen mit einem Hebeleffekt steigen. Gastkommentar von Uwe Zimmer, Niiio Finance Group AG

Zimmer in Rohstoffe: Die Produzenten werden die Gewinner sein

Uwe Zimmer ist positiv für die Aktien der Rohstoffproduzenten gestimmt.

Es ist schon eine Weile her, dass man gute Nachrichten von Rohstoff- oder Minenkonzernen hörte. Die steigenden Preise für Rohstoffe lassen die Unternehmen aber mutiger werden, sie investieren in Förderung und Produktion. Die richtige Zeit auch für Anleger?

Am sichtbarsten ist immer der Goldpreis: Er ist seit Dezember 2015 von etwa 1.050 auf jetzt um die 1.300 Dollar je Unze geklettert. Ein gewaltiger Sprung, der Goldbesitzer freut. Solide Gewinne bedeutet das aber vor allem für die Goldminen – und deren Aktionäre. Und so lässt sich das auch für andere Rohstoffe durchrechnen: Gewinner sind die Produzenten.

Produzenten werden mutiger

Und die werden mutiger: Glencore, BHP und Rio Tinto haben angekündigt, mehr Geld in Exploration und Förderung zu stecken. Nach den vielen Meldungen über verschobene oder ganz aufgegebene Projekte ist das ein echter Fortschritt. Die Frage aber bleibt, wie sich die Weltkonjunktur entwickelt und damit auch die langfristige Nachfrage nach Rohstoffen.

In den vergangenen Jahren hatte Chinas Rohstoffhunger erst die Preise stark steigen lassen. Eine Abkühlung der Konjunktur dort hatte aber gleich einen Preisverfall zur Folge. Allerdings hat sich China bei manchen Rohstoffen durch langfristige Verträge einen direkten Zugang zu Rohstoffen gesichert, etwa durch Beteiligungen an Projekten in Afrika, zu denen dann auch gleich die gesamte Infrastruktur geliefert wird. Derzeit sind die Aussichten für Chinas Konjunktur auch noch durchwachsen, aber in manch anderem Teil der Welt gewinnt die Konjunktur an Fahrt, etwa in Indien.

Preiserholung bei Rohstoffen könnte länger dauern

So ist vorstellbar, dass die jüngste Preiserholung bei den Rohstoffen etwas länger andauert, ohne in einen überhitzten Boom zu münden. Und das sind gute Aussichten für Rohstoffwerte. Denn Berechenbarkeit ist es immer wieder, was Investoren suchen. Lieber etwas weniger Wachstum, dafür aber beständig.

Die Börse hat diese Geschichte bereits honoriert. Die Kurse vieler Rohstofftitel sind bereits stark gestiegen. Lohnt sich hier der Einstieg noch oder sind die Aktien bereits zu teuer? Wenn der Anstieg der Rohstoffpreise anhält oder sich sogar leicht abschwächt, werden die Rohstoffproduzenten nach Jahren der Dürre wieder solide Gewinne erwirtschaften können.

Schließlich haben sie unrentable Minen und Produktionen geschlossen oder stillgelegt, Projekte verschoben. Sie starten also von einem gesünderen, niedrigeren Niveau aus – das sollte ihnen und den Aktienkursen helfen. Uwe Zimmer ist Vorstand der Niiio Finance Group AG, Köln

Foto: Niiio Finance Group

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Interne Qualitätsoffensive bei FiNUM.Finanzhaus

Bereits vor mehr als fünf Jahren der ging Finanzvertrieb FiNUM.Finanzhaus an den Start. Die Tochter der JDC Group AG bringt ihre Berater in der internen Wissensschmiede FiNUM.Akademie auf den neuesten Stand hinsichtlich Anlage- und Vorsorgeprodukte sowie regulatorischer Erfordernisse.

mehr ...

Immobilien

Wann für das selbstgenutzte Familienheim keine Erbschaftssteuer anfällt

Kinder können das Familienheim steuerfrei erben, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach dem Erbfall selbst einziehen. Nur in besonders gelagerten Fällen kann dieser Zeitraum verlängert werden, entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 28.5.2019.

mehr ...

Investmentfonds

Nervenkrieg um den Brexit geht weiter

Das Brexit-Drama geht abermals in die Verlängerung. Das britische Unterhaus verschob am Samstag die Entscheidung über das neue EU-Austrittsabkommen und fügte damit Premierminister Boris Johnson eine weitere empfindliche Niederlage zu. Nun ist Johnson eigentlich gesetzlich verpflichtet, bei der Europäischen Union eine Verschiebung des für 31. Oktober geplanten EU-Austritts zu beantragen. Und trotzdem will Johnson versuchen, den Termin noch zu halten.

mehr ...

Berater

Mehr Power für den Finanzvertrieb

Mit einer neuen IT-Lösung will die Inveda.net GmbH das Redaktionssystem mit dem Maklerportal vereinen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundestag verabschiedet Reform der Grundsteuer

Der Bundestag hat am Freitag nach langem Ringen mit den Ländern Neuregelungen bei der Grundsteuer verabschiedet. Das Parlament stimmte außerdem einer Änderung des Grundgesetzes zu, damit Länder eigene Regelungen entwickeln können.

mehr ...

Recht

P&R: Weitere Anlegerklage gegen den Vertrieb abgewiesen

Ein Vertrieb, der Container der inzwischen insolventen P&R-Gruppe an eine Anlegerin verkauft hatte, hat seine Pflicht zur Plausibilitätsprüfung nicht verletzt. Das geht aus einem weiteren klageabweisenden Urteil hervor, das die Kanzlei Dr. Roller & Partner aus München erstritten hat.

mehr ...