13. Juni 2017, 08:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anlegerinteresse an Small Caps wächst deutlich

Axa Investment Managers (Axa IM) hat untersuchen lassen, wie sehr Nebenwerte derzeit im Fokus von Investoren sind. Volatilität und Liquidität sind dabei die bestimmenden Faktoren.

Aktiengraph in Anlegerinteresse an Small Caps wächst deutlich

Deutlich mehr Anleger als im letzten Jahr interessieren sich aktuell für niedrigkapitalisierte Unternehmen.

Investoren interessieren sich deutlich stärker für Small Caps als noch vor einem Jahr. Daran würden auch Bedenken wegen kurzfristiger Marktvolatilität und möglicher Liquiditätsengpässe nichts ändern. 2016 hatten 33 Prozent der weltweit befragten Fondskäufer erklärt, dass sie in Small Caps investieren wollen. 2017 waren es mit 60 Prozent fast doppelt so viele. Dazu meint Matthew Lovatt, Director of Business Development bei Axa IM: “Die Haltung der Investoren zu Small Caps hat sich stark geändert. Wir glauben, dass niedrigkapitalisierte Aktien in diesem Jahr von steigenden Zinsen profitieren. Small Caps kommt die wachsende Zahl von Fusionen und Übernahmen zugute. Im 1. Quartal gab es hier zwölf Prozent Anstieg. Wir glauben, dass das Anlegerinteresse an Small Caps in den nächsten zwölf Monaten weiter wächst.”

Mangelnde Liquidität großes Hindernis

So sehr das Interesse an Small Caps der Umfrage zufolge auch gestiegen ist, so sehr sorgen sich die Investoren um Volatilität, mangelnde Marktliquidität und Schwierigkeiten bei der Suche nach dem richtigen Asset Manager. Über die Hälfte (52 Prozent) hält es für schwierig, einen geeigneten Small-Cap-Manager zu finden (39 Prozent im Vorjahr). Für 51 Prozent ist mangelnde Liquidität das Haupthindernis bei Small-Cap-Investitionen (45 Prozent im Jahr 2016). 43 Prozent fürchten die Volatilität von niedrig kapitalisierten Aktien (46 Prozent im Vorjahr).

Engagement der Investoren bleibt dennoch gering

Trotz des wachsenden Interesses an der Assetklasse investieren die Umfrageteilnehmer nach wie vor nur sechs bis zehn Prozent ihres Portfolios in Small Caps, ähnlich wie im Vorjahr. “Schon das zweite Jahr in Folge ist das Anlegerinteresse an Small Caps größer als die tatsächliche Allokation. Dies lässt vermuten, dass Investoren die Chancen dieser Assetklasse noch immer nicht vollständig nutzen. Für Small Caps gibt es tendenziell zu wenig Research, und die Preisbildung ist weniger effizient. Um das Potenzial dieses Marktsegments zu nutzen, braucht man deshalb Expertenwissen. Wir glauben aber, dass es am Small-Cap-Markt interessante Möglichkeiten gibt und sich eine höhere Gewichtung der Assetklasse gerade im derzeitigen Weltwirtschaftsumfeld auszahlen kann”, Lovatt. (fm)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...

Immobilien

USA: Baubeginne und Genehmigungen legen wieder zu

Der US-Immobilienmarkt hat sich nach einem leichten Dämpfer wieder besser entwickelt. Nach einem Rückgang im August erhöhten sich im September sowohl die Baubeginne als auch die Baugenehmigungen wieder. 

mehr ...

Investmentfonds

Brexit und Corona: Märkte in USA, Europa und UK mit unterschiedlichen Vorzeichen

Chris Iggo, CIO Core Investments, richtet seinen Blick auf die Märkte und sieht unterschiedliche Vorzeichen für Amerika, Europa und Großbritannien

mehr ...

Berater

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...