26. Juli 2017, 08:17
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Hedgefonds auf Abwegen

Nach einer jüngsten Umfrage unter Hedgefonds-Experten soll das Segment bis Ende 2017 sehr stark auf Exchange Traded Funds (ETFs) zugreifen. Der vermehrte Einsatz von passiven Investments ist sicherlich dem Faktor Kosten, aber auch der immer herausfordernden Situation an den Finanzmärkten geschuldet. Das lange gepflegte Image, durch aktives Management Renditen jenseits der Marktentwicklung erzielen zu können, bekommt damit erste Risse. 

HedgeFunds in Hedgefonds auf Abwegen

Hedgefonds suchen weltweit nach Ertragsquellen.

Rund neun von zehn (92 Prozent) erfahrenen Hedgefonds-Experten erwarten, dass Hedgefonds bis Ende 2017 verstärkt auf Exchange Traded Funds (ETFs) zurückgreifen werden. Das geht aus neuem Research im Auftrag von Source, einem der größten europäischen ETF-Anbieter, hervor. Die Hedgefonds-Experten erwarten einen durchschnittlichen Anstieg des Volumens auf 55 Milliarden US-Dollar bis Jahresende (gegenüber ca. 44 Milliarden US-Dollar Ende 20162). Fast ein Fünftel (19 Prozent) von ihnen rechnen sogar mit einem möglichen Anstieg auf mehr als 70 Milliarden US-Dollar. Die Umfrage ergab, dass die Befragten von einem durchschnittlichen Anstieg des Volumens auf bis zu 100 Milliarden US-Dollar bis Anfang 2021 ausgehen.

Geringe Haltekosten als Hauptgrund

Die Hauptgründe, die von zwei Dritteln der Teilnehmer (66 Prozent) für den Einsatz von ETFs in Hedgefonds-Strategien genannt wurden, waren geringe Haltekosten und Verwaltungsgebühren. Weitere wichtige Argumente waren die hervorragende Liquidität (64 Prozent), der leichte Zugang zu Sektor-Exposure (46 Prozent), die Möglichkeit des Handels an der Börse (46 Prozent), die immer größere Auswahl an ETFs (42 Prozent) sowie die Flexibilität bei Short- und Long-Positionen (42 Prozent). Über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) war davon überzeugt, dass immer mehr Hedgefonds – besonders kleinere – ETFs zur Senkung von Kosten und Gebühren einsetzen wollen, um somit wettbewerbsfähiger zu werden. (fm)

Foto: Shutterstock 

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