Das sind die Risiken für Anleger in 2019

Der Asset Manager QC Partners hat eine Liste mit sieben (un)möglichen Risiken für die Finanzmärkte 2019 zusammengestellt. Treffen diese Szenarien ein, so könnten sie zu erheblichen Verwerfungen führen. Die Liste benennt Risiken, die leicht übersehen werden oder sich außerhalb des Radars üblicher Jahresprognosen bewegen. Die Thesen sind nach Einfluss auf die Weltwirtschaft (und Relevanz für die Investoren) priorisiert.

Welche Risiken die Finanzmärkte 2019 bereithalten

Risikothese Nr. 1: Schuldenblase in China kollabiert
Sinkende Immobilienpreise führen zu einem zusätzlichen Anstieg der bereits erhöhten Kreditausfallraten, sowohl bei privaten Haushalten als auch bei Immobilienentwicklern. Das chinesische Finanzsystem aus Banken und Schattenbanken kollabiert. Schnell sind Ansteckungseffekte auf das globale Finanzsystem zu beobachten. Der private Konsum bricht ein. Die Regierung versucht, die heimische Wirtschaft durch ein kreditfinanziertes staatliches Ausgabenprogramm zu stützen. Dies kann eine Rezession in China nicht verhindern. Durch den gleichzeitigen Einbruch chinesischer Importe beginnt ein Quartal später eine globale Rezession. Die lokalen chinesischen Aktienindizes brechen um weitere 40 Prozent ein, in den westlichen Industrienationen liegen die Abschläge bei 25 Prozent.
Eintrittswahrscheinlichkeit: 40 Prozent

Risikothese Nr. 2: Italienischer Euro-Exit
Nachdem Italien moderate Zugeständnisse im Haushalt gemacht hat, hält das Land sich 2019 exakt an die geplanten Ausgaben. Aufgrund der schwachen Konjunktur brechen jedoch die Einnahmen weg, das Defizit steigt massiv an. Rom finanziert das Defizit über zusätzliche Emissionen – die Börsen misstrauen Italien jedoch: Der Spread zwischen Italien und Deutschland steigt auf 600 Basispunkte an (höchster Stand seit Euroeinführung). An diesem Punkt geht Italien dazu über, zunächst Firmen sowie später auch Staatsbedienstete und Rentner in Schuldscheinen zu bezahlen. Am Graumarkt werten die Schuldscheine schnell um 50 Prozent zum Euro ab. Italien steigt aus dem Euro aus, die Schuldscheine dienen als Basis einer „Lira nuova“, Italiens neuer Währung. Italiens Leitindex FTSEMIB verliert 40 Prozent an Wert, die übrigen Euro-Indizes fallen um 30 Prozent.
Eintrittswahrscheinlichkeit: 35 Prozent

Risikothese Nr. 3: Indien Ausgangspunkt einer neuen Währungskrise
Mit dem schwächeren globalen Wirtschaftswachstum weitet sich das Außenhandelsdefizit Indiens dramatisch aus. Für einen Euro werden erstmals 100 Rupien gezahlt. Die Konjunktur kommt zum Erliegen, die Arbeitslosenquote steigt. Ansteckungseffekte auf weitere Schwellenländer-Währungen lassen nicht lange auf sich warten. Vor allem die indonesische Rupiah, die türkische Lira und der argentinische Peso kommen massiv unter Druck. Die lokalen Aktienindizes verlieren jeweils 50 Prozent.
Eintrittswahrscheinlichkeit: 30 Prozent

Seite zwei: Japanische Notenbank, UK, Schweiz und Gold

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