5. März 2018, 07:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche sind größte Goldkäufer Europas

Keine Nation in Europa hat im vergangenen Jahr so viel Gold wie die Deutschen gekauft. Auch im internationalen Vergleich liegen deutsche Käufer weit vorne. Ein Edelmetallhändler hat eine Theorie, warum die Nachfrage hier so hoch ist.

Gold-investment in Deutsche sind größte Goldkäufer Europas

Deutsche bevorzugen Gold als sichere Anlage, obwohl sein Kurs äußerst volatil ist.

Die Deutschen haben 2017 europaweit am meisten Gold gekauft: insgesamt 106 von 188 Tonnen. Das geht aus dem am 6. Februar veröffentlichten Jahresbericht des World Gold Councils hervor
Deutschland verfüge damit über einen Marktanteil von über 56 Prozent.

Christian Brenner, Geschäftsführer von Philoro Edelmetalle schiebt das auf die Unsicherheit der Deutschen: “Wir gehen davon aus, dass sich dieser Wert weiter steigern wird. Viele Anleger ahnen: Die Aktienmärkte geraten stärker unter Druck – ein geldpolitischer Umbruch steht aufgrund ansteigender Zinsen unmittelbar bevor.” Eine Folge dieses hohen Kaufinteresses sei die hohe Händlerdichte im deutschen Goldhandel.

Größte Goldnachfrage in Asien

Der jährliche Bericht des World Gold Councils untersucht weltweit die Goldnachfrage und bestätigt laut Brenner einen langfristigen Trend: 2010 habe der Marktanteil Deutschlands im europäischen Vergleich noch bei 40 Prozent gelegen, seitdem sei die Nachfrage um 30 Prozent gestiegen.

Auch international zähle Deutschland mit über 100 Tonnen gekauften Goldes zu den Top-Drei Goldnationen. Eine noch höhere Nachfrage habe Indien mit rund 164 Tonnen. Spitzenreiter der Goldkäufer sei 2017 jedoch mit 313 Tonnen mit Abstand China gewesen. Generell sei die Nachfrage im asiatischen Raum besonders hoch: Zwei Drittel der weltweiten Goldkäufe würden auf diese Region entfallen. (kl)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Goldkauf

    Kommentar von bernd Zeitler — 6. März 2018 @ 18:22

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Coronakrise: Wieder erste Erholung bei Beitragseinnahmen der Rentenkasse

In der Rentenkasse zeigt sich trotz der Corona-Krise eine erste Erholung. Es gehe bei den Einnahmen “aktuell wieder nach oben”, sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Im März und April habe es als Folge massiver Corona-Beschränkungen geringere Beitragseingänge gegeben.

mehr ...

Immobilien

Bauträgergeschäfte von Mehrwertsteuersenkung nicht betroffen

Wer ein neues Eigenheim oder eine Eigentumswohnung von einem Bauträger erwirbt, profitiert nicht von der aktuellen Mehrwertsteuersenkung.

mehr ...

Investmentfonds

Wie reagieren die Märkte auf den sich verschärfenden US-Präsidentschafts-Wahlkampf?

Die Corona-Krise hat Präsident Trump in eine etwas schwierige Lage gebracht. Dies hat dazu geführt, dass seine Chancen auf eine Wiederwahl im November von einigen Beobachtern in Frage gestellt wird. Wenn man bedenkt, was Präsident Trump während seiner Amtszeit zugunsten des Unternehmenssektors bewirkt hat, gibt es in der Tat guten Grund zur Sorge, sollten einige der von ihm eingeführten Maßnahmen im Falle eines Biden-Sieges rückgängig gemacht werden. Aber ist es so einfach? Genauso wichtig ist es zu berücksichtigen, wie der Kongress aufgeteilt sein wird. Ein Kommentar von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

mehr ...

Berater

Steuerbetrug: Ein europäischer Wettbewerb

Deutschland verliert etwa 26 Prozent des erzielbaren Körperschaftsteueraufkommens durch Gewinnverschiebungen multinationaler Unternehmen. Forscher der Universitäten Berkeley und Kopenhagen haben herausgefunden, dass 2017 weltweit etwa 700 Milliarden US-Dollar an multinationalen Gewinnen in Steueroasen verschoben wurden. Die Statista-Grafik zeigt den geschätzten Anteil des gewonnenen oder verlorenen Körperschaftsteueraufkommens ausgewählter europäischer Länder für 2017.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance konzentriert institutionellen Vertrieb in der Schweiz

Die DF Deutsche Finance Capital Markets GmbH mit Sitz in Zürich verantwortet zukünftig das Capital Raising bei institutionellen Investoren. Kernaufgabe ist die Koordination und Durchführung der internationalen Distribution aller institutionellen Investitionsstrategien der Deutsche Finance Group.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insolvenz-Zahlen für den April 2020 sagen nichts aus über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit der Unternehmen in der Corona-Krise. Im Herbst steigt die Zahl der Insolvenzen voraussichtlich sprunghaft. Sicher kann der Staat nicht alle Firmen retten – und künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen will niemand. Eine Insolvenzwelle würde aber auch den Bankensektor bedrohen. Anstelle von noch größeren Not-Krediten sollten die rückzahlbaren Liquiditätshilfen unter bestimmten Bedingungen in Zuschüsse umgewandelt werden.

mehr ...