Anzeige
18. Mai 2018, 08:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Profianleger nutzen Vielseitigkeit von ETF

Institutionelle Investoren in Europa sind mit einer Vielzahl globaler Marktbedingungen konfrontiert, die sich schnell ändern. Angesichts dessen nutzen sie die Vielseitigkeit börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz ETFs), um ihre Portfolios anzupassen. Sie integrieren ETFs umfassender in taktische und strategische Anlageprozesse und -strategien.

Etf in Profianleger nutzen Vielseitigkeit von ETF

Der ETF-Markt erobert auch das Segment der institutionellen Anleger.

Die 125 institutionellen Investoren, die an der jüngsten Studie des Analyse- und Beratungsunternehmens Greenwich Associates zum europäischen ETF-Markt teilgenommen haben, sehen sich verschiedenen Herausforderungen gegenüber. Dazu gehören die Rückkehr der Volatilität an die globalen Kapitalmärkte, der bevorstehende Trendwechsel hin zu einem Umfeld steigender Zinsen, das anstehende Ende der Anleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank sowie die anhaltende Umsetzung der EU- Finanzmarktrichtlinie MiFID II und andere regulatorische Initiativen.

Steigende Portfolioanteile

Institutionelle Investoren entwickeln Strategien, um diesen Herausforderungen zu begegnen, und setzen diese anschließend um. Dabei nutzen sie zunehmend ETFs im Hinblick auf eine ganze Reihe von Funktionen, die ihren Anlage- und Portfoliomanagement-Prozess unterstützen. Im Durchschnitt ist der ETF-Anteil in den Portfolios der institutionellen Investoren, die an der Studie teilgenommen haben, im Jahr 2017 auf 10,3 Prozent der gesamten Vermögenswerte gestiegen – von 7,7 Prozent im Jahr 2016.

“Nach mehrjährigem regulären Einsatz von ETFs haben institutionelle Investoren in Europa erkannt, dass ETFs einfache, vielfältig einsetzbare und kosteneffiziente Instrumente sind. Daher bauen sie ihre entsprechenden Investitionen zügig aus”, sagt Andrew McCollum, Managing Director bei Greenwich Associates.

Neue institutionelle Nutzer treiben das Wachstum zusätzlich

Hamed Mustafa, Leiter des Geschäfts mit institutionellen Kunden im Bereich ETF & Index Investments bei BlackRock in Deutschland, sagt: “ETFs sind das natürliche Ergebnis der Evolution am europäischen Finanzmarkt, wo Investoren zunehmend auf Transparenz, Auswahlmöglichkeiten und Werthaltigkeit bedacht sind. Speziell die EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II, die Handels-Reportings zur Pflicht macht, trägt dazu bei, die Liquidität von ETFs in Europa umfassend zu zeigen. Damit hilft sie, Investoren neue, kreative Wege aufzuzeigen, um intelligentere Portfolios aufzubauen.”

Ein Großteil des Wachstums der vergangenen Jahre lässt sich darauf zurückführen, dass neue institutionelle Nutzer auf den Markt gekommen sind – speziell im Anleihenbereich. Der Anteil der Investoren unter den Studienteilnehmern, die Anleihen-ETFs nutzen, ist im Jahr 2017 auf 45 Prozent gestiegen – 2016 waren es 38 Prozent gewesen.

25 Prozent der Instis in Europa nutzen ETF

Auch in anderen Anlageklassen setzen institutionelle Investoren zunehmend ETFs ein. Etwa ein Viertel der institutionellen Investoren in Europa nutzt ETFs 2017 im REITs-Segment, 2016 war es nur etwa einer von fünfen gewesen. Der Anstieg im Bereich Rohstoffe war im gleichen Zeitraum noch wesentlich ausgeprägter: In diesem Segment ist der Anteil der Nutzer unter den institutionellen Investoren in Europa auf ein Drittel gestiegen, von zuvor nur 20 Prozent.

Seite zwei: Zusätzliche Wachstumtreiber

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

WWK: „Wer sagt, Riester lohnt sich nicht, täuscht die Menschen“

Die Riester-Rente hat derzeit kaum noch Freunde im Markt. Die WWK gehört zu den wenigen Lebensversicherern, die damit erfolgreich sind. Mit einem Marktanteil von rund 17 Prozent und einem Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro im Riester-Neugeschäft ist die WWK ein großer Player in dem Segment. Vertriebsvorstand Rainer Gebhart, Marketingleiter Ansgar Eckert und Maklervertriebschef Thomas Heß nahmen im Interview mit Cash. Stellung zu einem Produkt, das Zweifel sät und polarisiert.

 

mehr ...

Immobilien

USA: Baubeginne fallen deutlich stärker als erwartet

Die US-Bauwirtschaft hat sich im Juni enttäuschend entwickelt. Die Wohnungsbaubeginne sanken so stark wie seit November 2016 nicht mehr. Das geht aus Zahlen des Handelsministeriums vom Mittwoch hervor.

mehr ...

Investmentfonds

Rückkehr der Absolute-Return-Strategien

2016 war mit steigenden Märkten und wenig Volatilität kein günstiges Umfeld für Absolute-Return-Fonds. Mit der höheren Volatilität und wachsenden Sorgen der Anleger steigt die Nachfrage nach den Strategien wieder an. Doch nicht alle Fondsmanager werden erfolgreich sein. Gastbeitrag von Gilles Sitbon, Sycomore

mehr ...

Berater

Scout24 kauft Finanzcheck.de

Strategische Übernahme: Scout24, Betreiber bekannter digitaler Marktplätze wie Financescout24 oder Autoscout24 übernimmt eines der relevantesten deutschen Online-Vergleichsportale für Verbraucherkredite, Finanzcheck.de. Verkäufer sind eine Investorengruppe um Acton Capital Partners, Btov Partners, Highland Europe, Harbourvest Partners sowie die Gründer von Finanzcheck. Den Kaufpreis liegt bei 285 Millionen Euro und wird bar gezahlt.

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB-Tochter gewinnt Großanleger aus Belgien

Die MPEP Management Luxembourg S.à r.l. (MPEP), ein Tochterunternehmen des Private Equity Spezialisten RWB Group, hat die Zusage über ein Investment in zweistelliger Millionenhöhe von einem alternativen Investmentfonds erhalten, der von Degroof Petercam verwaltet wird.

mehr ...

Recht

Erbbaurecht: Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks

Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben häufig Erbbaurechte. Als “Eigentum auf Zeit” können diese gerade für junge Familien mit wenig Eigenkapital eine Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks darstellen. Die Hamburgische Notarkammer erklärt.

mehr ...