11. Mai 2018, 11:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Drei Trends am europäischen ETP-Markt

Europäische Anleger sind gegenüber Aktien aus Europa wieder skeptischer. Dafür wächst die Nachfrage nach ETF auf US-Aktien. Diese und andere Trends sind Ergebnisse des Blackrock Global ETP Landscape. Gastbeitrag von Wei Li, Blackrock

Anlagestrategien-produkte-einkaufswagen-geld-stapel-muenzen-shutterstock 425096620 in Drei Trends am europäischen ETP-Markt

ETPs auf Rohstoffe und Anleihen waren bei den europäischen Anlegern im April besonders gefragt.

Besonders Rohstoff- und Anleihen ETPs waren im April bei den europäischen Anlegern gefragt. Das ist ein Ergebnis des Blackrock Global ETP Landscape. Der Bericht gibt jeweils auf Basis des zurückliegenden Monatsendes einen Überblick über die Entwicklung des verwalteten Vermögens in Exchange Traded Products (ETPs) und die Mittelflüsse.

Zur Kategorie der ETPs zählen alle intraday-börsengehandelten Produkte, die ein Portfolio investierbar machen. Hierzu gehören Exchange Traded Funds (ETF), Exchange Traded Commodities (ETCs), Exchange Traded Notes (ETNs) und Exchange Traded Instruments (ETIs).

Hohe Nachfrage nach Goldprodukten

Rohstoffprodukte haben die Zufluss-Statistiken im April angeführt und verbuchten im Laufe des Monats 1,7 Milliarden Dollar frisches Kapital – der höchste Wert seit Februar 2017. Der Löwenanteil davon entfiel mit einer Milliarde Dollar auf Goldprodukte – eine Folge anhaltender Spannungen im Welthandel sowie der gemischten Stimmung am Aktienmarkt.

US-Aktien statt europäischer Werte

Aus Aktien-ETPs, die in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) aufgelegt sind, flossen im April 1,9 Milliarden Dollar ab. Davon waren mit minus 4,3 Milliarden Dollar vor allem Produkte auf europäische Aktien betroffen.

Verschiedene Makrodaten aus der Eurozone, die gemischt ausfielen, kombiniert mit im Vergleich zu Europa stärkeren Gewinnerwartungen in den USA, haben die Zuversicht der Anleger offenbar gedämpft.

Auf der anderen Seite verbuchten ETF auf US-Aktien, die in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (Emea) aufgelegt sind, den zwölften Monat in Folge Zuflüsse. Hintergrund dafür dürften starke Gewinnerwartungen und robuste Makrodaten sein.

Nachfrage nach Anleihen-ETFs gestiegen

Bei Anleihen-ETFs fielen die Zuflüsse im April wieder positiv aus. Produkte, die in der Emea-Region aufgelegt sind, verbuchten unter dem Strich 1,5 Milliarden Dollar frisches Kapital. Schwellenländeranleihen und Investmentgrade-Unternehmenspapiere waren nach wie vor nicht besonders gefragt.

Die Abflüsse bei entsprechenden Produkten summierten sich auf minus 475 Millionen Dollar. Im Gegensatz dazu erfreuten sich ETPs auf Staatsanleihen den dritten Monat in Folge der größten Beliebtheit im Anleihenbereich. Die Zuflüsse in diesem Segment beliefen sich auf 1,5 Milliarden Dollar.

Innerhalb dieses Segments floss mit 539 Millionen Dollar besonders viel Kapital in Produkte mit kurzen Laufzeiten. Das kurze Ende der Zinsstrukturkurve wirkt auf Anleger offenbar attraktiv. Denn dort können sie, trotz hoher Sicherheit, Renditen oberhalb der Inflationsrate zu erzielen.

Wei Li ist Leiterin der Kapitalmarktstrategie bei iShares in der Region Europa, Naher Osten und Afrika bei Blackrock

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

App auf Rezept: Warum Versicherte nun vorsichtig werden sollten

Jens Spahn beschließt gemeinsam mit dem Bundestag, dass Anwendungen für das Smartphone, also Apps, künftig auf Rezept verordnet werden dürfen. Ziel ist es, Wartezeiten für die Behandlung durch Fachärzte zu reduzieren. Insbesondere bei der Psychotherapie sollen diese Angebote eine Verschlechterung des Gesundheitszustands vermeiden. Allerdings erlaubt das Gesetz, die durch die Verordnung gesammelten Daten zu nutzen. Was dies für Versicherte bedeutet

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Handfeste Maßnahmen notwendig

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wurde von Januar bis Mai 2019 in Deutschland der Bau von insgesamt 136 300 Wohnungen genehmigt. Dies seien 2,4 Prozent weniger Baugenehmigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser sei sogar um 4,1 Prozent gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Weiter Risiken bei Deutscher Bank

Der Finanzexperte Gerhard Schick beurteilt die Umbaupläne der Deutschen Bank als “gewissen Forschritt”, sie seinen jedoch nicht konsequent genug. “Durch die Reduktion riskanter Geschäfte sinkt die Gefahr, dass die Bank vom Steuerzahler gerettet werden muss”, schreibt der Vorstand der 
»Bürgerbewegung Finanzwende« für 
eine nachhaltige Finanzwirtschaft in einem Gastbeitrag für die Zeitung neues deutschland.

mehr ...

Berater

Digitalisierung: Verhaltener Blick in die Zukunft

Die Finanzindustrie begegnet der digitalen Transformation vielfach mit Skepsis. Dies ergibt eine aktuelle Panel-Befragung von über 800 Beschäftigten innerhalb des Finanzsektors, die von der Unternehmensberatung Horn & Company Financial Services und dem Banking-Club seit Mai 2019 regelmäßig erhoben wird.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

Brexit: Aus für die “deutschen Limiteds”?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – dieses Sprichwort gilt nach derzeitigem Stand auch für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Besonders hart wird der Brexit Unternehmen treffen, die in der Rechtsform einer britischen Limited gegründet wurden, aber von Deutschland aus geführt werden. Betroffene Unternehmen und ihre Gesellschafter sollten die Zeit bis zum Brexit nutzen und rechtzeitig vorsorgen.

mehr ...