3. April 2018, 06:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schaltet Trump die Börsenampel auf Rot?

Die Volatilität an den Aktienmärkten nimmt zu. Dass die Börsenampel auf Gelb steht, sollte inzwischen auch flüchtigen Beobachtern klar geworden sein. Aber was sind die Gründe für die stark zunehmende Unsicherheit der Investoren? Die Weltwirtschaft befindet sich in einer synchronen Wachstumsphase, da scheint es unverständlich, warum es gerade jetzt zu Kursrückgängen an den Aktienmärkten kommt. Eine Einschätzung von Dr. Georg Oehm, Mellinckrodt & Cie. AG

Volatilita T in Schaltet Trump die Börsenampel auf Rot?

Die Gründe für die volatilere Lage an den Kapitalmärkten sind vielfältig.

Vier Aspekte fallen bei täglicher Marktbeobachtung ins Auge. Die derzeit so hoch in den Schlagzeilen rangierende Handelspolitik von Donald Trump gehört nach unserer Einschätzung nicht an den Anfang dieser Liste!

I. Frühindikatoren

Die Börse ist ein Antizipationsmechanismus. Wenn die volkswirtschaftlichen Daten eine Rezession melden, dann gab es den damit im Zusammenhang stehenden Kursrückgang mindestens sechs bis zwölf Monate vorher. Auch in dieser Woche wurden wieder Frühindikatoren veröffentlicht, die andeuten, dass die so schön synchron weltweit laufende Aufwärtsbewegung vielleicht doch nicht mehr so lange dauert, wie gedacht.

II. Europa

Nach den Wahlen in Europa, schienen auch die Probleme vorerst vorbei zu sein. Allerdings fiel Mario Draghi damit auf, dass er – für seine Verhältnisse – die europäischen Banken ziemlich rüde aufforderte, die letzten Altlasten aus der Krise von 2008 endlich zu beseitigen. Die schneller als erwartet ablaufenden Schritte zur Regierungsbildung in Italien könnten Europa die Unsicherheiten bescheren, vor denen sich die Märkte in den letzten Jahren bereits mehrfach gefürchtet haben.

III. US-Tech-Sektor

Technologie ist für die US-Börsen der wichtigste Sektor und dieser wird seit Tagen von einer Vielzahl negativer Nachrichten erschüttert. Stichworte wie Cambridge Analytica und Facebook, Ubers Autounfall in Arizona und ein weiterer mit einem Tesla-Fahrzeug haben das Potenzial die Lieblingsthemen “Social Media”, “Autonomes Fahren” und “Elektro” in bisher nicht gekannter Weise auf den Prüfstand zu stellen.

Zum ersten Mal seit längerer Zeit erhöht sich der Druck auf die sogenannten “FANG”-Aktien (Facebook, Amazon, Netflix, Google), weil es Entwicklungen gibt, die sich zu fundamentalen Problemen für die Geschäftsmodelle ausweiten können. Facebook wirkt sich auf den gesamten Bereich Social Media und alle Gesellschaften aus, die vom Datenverkauf leben. Entsprechende Schockwellen sind im Bereich der Zulieferer für autonomes Fahren und Elektromobilität zu beobachten. Der hohe prozentuale Anteil der FANG-Aktien in vielen Indizes und anderen passiven Produkten birgt die Gefahr, dass sich Rückschläge in diesem Bereich viel stärker negativ auswirken, als die meisten Investoren erwarten.

Seite zwei: Die Lehren der technischen Analyse

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Trotz 2. Liga: Die Nürnberger bleibt der Sponsor des 1. FC Nürnberg

Auch wenn es sportlich derzeit beim 1. FC Nürnberg definitiv nicht rund läuft. Die Nürnberger Versicherung bleibt dem noch Mitglied der 1. Bundesliga auch künftig treu und verlängert sein Engagement als Haupt- und Trikotsponsor um weitere drei Jahre.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Brexit-Chaos hält die Zinsen niedrig

Eigentlich sollte Großbritannien am 29. März aus der EU austreten. Nun wird eine Fristverlängerung angestrebt, doch auch der an den Finanzmärkten gefürchtete harte Brexit ist noch möglich. Wie sich all das auf die Bauzinsen auswirkt, erklärt Michael Neumann von Dr. Klein.

mehr ...

Investmentfonds

Anleger: Risiken richtig steuern

Anfang 2018 strotzten die Anleger vor Zuversicht, mussten sich in der Folge jedoch auf bescheidenere Renditen und höhere Volatilität einstellen. Wie jetzt das Risikomanagement aussehen sollte.

Gastbeitrag von Michaël Lok, Union Bancaire Privée (UBP)

mehr ...

Berater

Raus aus dem Handlungskorsett, rein in die Selbstreflexion!

Nach der Industrialisierung bildet die Digitalisierung den wohl epochalsten Einschnitt für die Arbeitswelt. Entscheider sollen möglichst international, generationenübergreifend und hypervernetzt führen und das im 24/7-Modus.

Gastbeitrag von Ilona Lindenau, Business-Coach

mehr ...

Sachwertanlagen

BFH kippt den Bauherrenerlass

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat eine uralte steuerliche Restriktion für geschlossene Fonds kassiert. Darauf weist die Beratungsgesellschaft Baker Tilly jetzt hin. Es gibt Vorteile für die heutigen Fonds, aber auch eine Fußangel.

mehr ...

Recht

Widerrufs-Joker: Gericht weist Musterklage ab

Die bundesweit erste Musterfeststellungsklage von Verbrauchern gegen ein Unternehmen scheitert vor Gericht an einer formalen Hürde. In Deutschland gibt es die Musterklage erst seit vergangenem November.

mehr ...