7. Februar 2019, 08:17
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Warum sich Factor Investing und Multi Asset ergänzen

Die Entscheidung für eine Multi-Asset-Strategie bedeutet nicht automatisch, dass man auf die Vorteile des Factor Investings verzichten muss. Welche Vorteile dieser Ansatz bietet und wie er funktioniert: Teil zwölf der Cash.-Online-Reihe zum Thema Factor Investing, Gastbeitrag von Jörg Westebbe, HSBC AM

 in Warum sich Factor Investing und Multi Asset ergänzen

Jörg Westebbe: “Um die geringe Marktkorrelation zu unterstützen und möglichst reine Faktorprämien zu erzielen, bieten sich Long-Short-Strategien an.”

Factor Investing hat seinen Ursprung im Aktienbereich. Einige Assetmanager haben jedoch erkannt, dass sich in anderen Asset-Klassen die Wertentwicklung ebenfalls zum Teil über Faktoren erklären lässt. Neben faktorbasierten Anleiheinvestments gibt es Multi-Asset-Strategien.

Das aktuelle Umfeld stellt auch Multi-Asset-Manager vor Herausforderungen. Die erwarteten Renditen der traditionellen Anlageklassen sind gesunken. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus gelten Aktien und aktienähnliche Anlagen wie Hochzinsanleihen oder Emerging-Markets-Anleihen als die wichtigsten künftigen Performance-Lieferanten.

Rendite-Potenzial durch Factor Investing

Smart-Beta-Strategien, zu denen das Factor Investing gehört, machen es in diesem Umfeld einfacher, Portfolios mit Renditepotenzial zu konstruieren. Konsistente Risikofaktoren zu nutzen, führt zu einem transparenten Investmentprozess, bei dem kosteneffiziente Anlagevehikel eingesetzt werden können.

Besonders gut wird das Risiko von Multi-Faktor-Multi-Asset-Modellen diversifiziert. Sie streuen das Kapital über mehrere Anlageklassen. Bei faktorbasierten Investments bieten sich neben Aktien beispielsweise auch Renten und Währungen an. Zum anderen diversifizieren sie über mehrere Faktoren.

Die meisten Faktoren liefern zwar langfristig eine Outperformance gegenüber dem breiten Markt, kurz- und mittelfristig reagieren sie jedoch abhängig von der Marktphase unterschiedlich. Eine Kombination aus mehreren Risikoprämien kann daher das Portfolio stabilisieren.

Auswahl der Faktoren

Bei der Auswahl der Faktoren sind mehrere Charakteristika entscheidend: Erstens sollten sie wissenschaftlich anerkannt sein, also bewiesen haben, dass sie zur Performance von Wertpapiergruppen beitragen. Zweitens sollten die Faktoren bei Multi-Asset-Ansätzen über mehrere Anlageklassen replizierbar sein.

Seite zwei: So bleibt das Portfolio stabil

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