4. Juli 2019, 10:30
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Nachhaltige Geldanlage: Noch viel Unwissenheit

Der Klimawandel und seine Folgen sind in der Öffentlichkeit derzeit ein viel diskutiertes Thema. Doch noch können viele Anleger einer Umfrage zufolge mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ wenig anfangen oder haben überzogene Erwartungen.

Nachhaltige-Geldanlage in Nachhaltige Geldanlage: Noch viel Unwissenheit

Rund 60 Prozent der Befragten kennen den Begriff „nachhaltige Geldanlagen“ nicht, zudem nimmt die Hälfte der Befragten fälschlicherweise an, dass „nachhaltige“ Investments automatisch „sicher“ sind. Das ergab eine Umfrage der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Nachhaltig bedeutet keinen zusätzlichen Schutz

Doch dieser Rückschluss kann so nicht geführt werden. Auch wenn nachhaltige Geldanlagen zusätzlich Aspekte wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG-Kriterien) beachten, sind sie nicht vor Verlusten geschützt. 

Unrühmlich waren in der Vergangenheit etwa Direktinvestments in Solarparks, Windenergie- anlagen und Wälder. Die BaFin empfiehlt Verbrauchern daher, sich vor einer Anlageentscheidung genau zu informieren, worin sie ihr Geld investieren und wem sie es anvertrauen.

Fondsmanager berücksichtigen ESG-Kriterien verstärkt

Die Auswahl der nach Umwelt- und Sozialstandards geeigneten Aktien und Firmen ist allerdings aufwendig. Bei nachhaltigen Anlagen kann ein Fondsmanager dem Sparer helfen. Schon seit Jahren gibt es in dem großen Angebot der Fonds auch ethisch-ökologische Fonds, bei denen Fondsmanager nach strengen ökologischen und sozialen Kriterien die geeigneten Unternehmen aussuchen. Sie investieren das Geld der Anleger in die am nachhaltigsten wirtschaftenden Unternehmen und wirken auf gute Unternehmensführung hin.

Auch wenn die Wahl auf einen als nicht nachhaltig ausgewiesenen Fonds fällt, berücksichtigen viele Fondsmanager ESG-Kriterien bei der Aktienauswahl. Dazu haben sich die im BVI organisierten Fondsgesellschaften entsprechend der Wohlverhaltensregeln verpflichtet, um materielle Risiken von Investitionsentscheidungen angemessen einstufen zu können.

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