Larry Fink: „Die transformative Kraft des Kapitalismus“

Foto: Blackrock/dpa
Larry Fink, Blackrock

Blackrock veröffentlicht heute den diesjährigen Brief von Larry Fink an die CEOs von Unternehmen, in die BlackRock im Auftrag seiner Kunden investiert. Der Brief möchte CEOs ermutigen, ihr Unternehmen mit einer langfristigen Perspektive zu führen, um für Aktionäre langfristig Renditen zu erwirtschaften.

Der Brief beschreibt den Stakeholder-Kapitalismus als Motor für Veränderung. Er habe die Kraft, jedem Einzelnen zu einer besseren Zukunft zu verhelfen, Innovationen zu fördern, Volkswirtschaften widerstandsfähig zu machen und einige unserer schwierigsten Herausforderungen zu lösen.

Die wichtigsten Themen im diesjährigen Brief sind:

  • Eine neue Arbeitswelt. Keine Beziehung wurde durch die Pandemie grundlegender verändert als die zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Arbeitnehmer auf der ganzen Welt erwarten mehr von ihren Arbeitgebern. Unternehmen, die ein besseres, innovativeres Umfeld für ihre Mitarbeiter schaffen, verzeichnen eine geringere Fluktuation und eine höhere Rentabilität.
  • Neue Kapitalquellen als Treiber der Disruption. In den vergangenen vier Jahrzehnten hat die Verfügbarkeit von Kapital explosionsartig zugenommen und führt zu einer dynamischen Innovationslandschaft mit einer Fülle von disruptiven Start-ups, die versuchen, die Marktführer vom Sockel zu stoßen. Blackrock möchte, dass sich die Unternehmen, in die wir im Auftrag unserer Kunden investieren, weiterentwickeln und wachsen. Denn nur so können sie auch in den nächsten Jahrzehnten attraktive Renditen generieren.
  • Kapitalismus und Nachhaltigkeit. Der Wandel zu einer klimaneutralen Welt wird jedes Unternehmen und jede Branche fundamental verändern. Aber nicht nur junge, innovative Unternehmen können und werden ganze Branchen auf den Kopf stellen. Mutige etablierte Unternehmen können und müssen dies ebenfalls tun. Zugleich müssen Regierungen und Unternehmen dafür sorgen, dass Menschen weiterhin Zugang zu einer verlässlichen und erschwinglichen Energieversorgung haben.
  • Mehr Mitsprache für unsere Kunden bei Abstimmungen zu ESG. Wir sehen ein wachsendes Interesse von Aktionären an der Corporate Governance von börsennotierten Unternehmen. Aus diesem Grund haben wir damit begonnen, mithilfe von Technologie mehr Kunden die Möglichkeit zu geben, unmittelbarer ihre eigenen Stimmrechte bei den Unternehmen ausüben zu können, in die sie ihr Geld investieren. Diese Möglichkeit bieten wir bereits bestimmten institutionellen Kunden an, zu denen Pensionskassen mit rund 60 Millionen Mitgliedern gehören. Wir arbeiten daran, dies zukünftig mehr Anlegern zugänglich zu machen. Unser Ziel ist es, dass sich jeder Anleger – und das schließt Privatanleger mit ein – an der Stimmrechtsausübung beteiligen kann, wenn dies gewünscht ist.

Blackrock gründet ein Zentrum für Stakeholder-Kapitalismus (Center for Stakeholder Capitalism). Es soll ein Forum für Forschung, Dialog und Diskussionen sein und helfen, die Beziehungen zwischen Unternehmen und ihren Stakeholdern sowie den Einfluss des Stakeholder-Dialogs auf den Shareholder Value zu untersuchen. Blackrock ist der Überzeugung, dass Unternehmen bessere Ergebnisse erzielen, wenn sie sich ihrer Rolle in der Gesellschaft bewusst sind und im Interesse ihrer Mitarbeiter, Kunden, Gemeinschaften und ihrer Aktionäre handeln. 

Wie Larry Fink bereits in seinem CEO Letter 2018 schrieb, sollte der Unternehmenszweck die Grundlage der Beziehungen von Unternehmen zu ihren Stakeholdern sein. Das ist heute wichtiger denn je. Hier gehts zum Brief von Larry Fink an die CEOs von Unternehmen, in die Blackrock investiert.

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