Niedrigzinsen: Deutsche Sparer verlieren 2021 über 900 Euro pro Kopf

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Die Inflation erreicht immer neue Höchststände, die Zinsen liegen historisch niedrig – im Ergebnis bedeutete diese Kombination für deutsche Sparer einen realen Kaufkraftverlust von 923 Euro pro Kopf im Jahr 2021. Damit verdoppelt sich der Betrag im Vergleich mit dem bisherigen Rekord von 2018. Jener lag bei ca. minus 483 Euro.

Insgesamt summiert sich der Kaufkraftverlust 2021 auf einen Wert von 76,75 Milliarden Euro. Diese Zahlen zeigt der aktuelle Blick auf das Zinsradar für 19 europäische Staaten von Tagesgeldvergleich.net. Die Finanzexperten werten dafür die monatlichen Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) aus.

Deutschland in den Top-3 beim Zinsverlust

Mit dem genannten Minus von 923 Euro pro Kopf reihen sich die Deutschen unter den Top 3 hinsichtlich des Kaufkraftverlusts der betrachteten Staaten ein. Schlechter liegen lediglich die Bewohner Belgiens (-1.056,53 Euro pro Kopf) und Luxemburgs (-3.515,75 Euro). In Österreich landen die Einwohner bei einem Wert von minus 848,98 Euro pro Kopf. Noch am besten schneidet Malta mit minus 108,13 Euro pro Kopf ab.

Über die gesamte Eurozone hinweg liegt der durchschnittliche reale Zinsverlust 2021 bei prognostizierten minus 558,58 Euro.

Seit 2011 haben die Deutschen unterm Strich rund 248 Milliarden Euro durch niedrige Sparzinsen verloren. 

Aber es wird weiter gespart

Das Volumen der Spareinlagen wächst trotz der ernüchternden Zahlen weiter. Für November 2021 lagen die Spareinlagen bei einer Höhe von 2.6125,141 Milliarden Euro – ein neues Rekordhoch. Gegenüber dem Vormonat betrug der Zuwachs 0,29 Prozent.

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