Anzeige
11. Januar 2012, 18:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Bank soll Postbank beherrschen

Deutsche Bank und Postbank kündigen zentrale Gespräche an. Bis Anfang Juni wollen sie sich über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag einigen. Im Anschluss sollen die Postbank-Aktionäre dem Vertragsabschluss auf der ordentlichen Hauptversammlung zustimmen.

Deutsche Bank und Postbank verhandeln.Wie beide Institute am Dienstagabend mitteilten, haben sie sich geeinigt, über den Abschluss eines solchen Vertrages zu verhandeln. Dieser solle zwischen der Deutschen Postbank AG als beherrschtem Unternehmen und der DB Finanz-Holding GmbH, einer Tochter der Deutschen Bank AG, als herrschendem Unternehmen geschlossen werden.

Die Verhandlungen sollen Anfang Juni abgeschlossen sein, damit die Aktionäre der Deutschen Postbank AG auf der Hauptversammlung 5. Juni über den Vertrag abstimmen können.

Die Deutsche Bank könnte dadurch der Integration der Postbank einen entscheidenden Schritt näher kommen. Seit Ende 2010 ist sie mit 52 Prozent Mehrheitsaktionär des Bonner Konzerns. Mit der Deutschen Post AG sind eine Pflichtwandelanleihe und Optionsrechte vereinbart, die auf den Übergang ihrer Anteile der Deutschen Post (39,5 Prozent) abzielen. Im Rahmen dieser Vereinbarung erhält die Deutsche Bank im Februar 2012 zunächst 27,4 Prozent. Für die restlichen 12,1 Prozent besteht eine Kaufoption zu ihren Gunsten.

In der letzten Woche berichtete die “Financial Times Deutschland” (FTD), die Deutsche Bank plane im Rahmen der Übernahme einen Umbau der Postbank zum “Vertriebskanal” konzerneigener Produkte. Der FTD zufolge will die Deutsche Bank den Vertrieb von Finanzprodukten externer Anbieter durch die Postbank weitgehend einstellen. Stattdessen sollen verstärkt Produkte der eigenen Fondstochter DWS angeboten werden. Gegenüber Cash.Online wollte weder die Deutsche Bank noch die Postbank die Berichterstattung kommentieren. (jb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Länger leben – länger investieren

Wir leben immer länger. An diese wiederkehrende gute Nachricht haben wir uns inzwischen gewöhnt. Zuletzt konnte das statistische Bundesamt vermelden, dass durchschnittlich weitere zwei Monate dazu gekommen sind. Und noch erfreulicher: Die Zeit, die wir im Alter dazugewinnen, verbringen wir bei immer besserer Gesundheit.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Immobilien

Stimmung der deutschen Immobilienfinanzierer fällt auf Fünfjahrestief

Die Stimmung unter den deutschen Immobilienfinanzierern sinkt nach den Ergebnissen des BF.Quartalsbarometers deutlich. Dies liege zu einem Großteil an rückläufigem Neugeschäft und steigenden Refinanzierungskosten. Einen Anstieg verzeichneten dagegen alternative Finanzierungsformen.

mehr ...

Investmentfonds

Die Kosten des Betrugs

US-Präsident Donald Trump will weniger Regulierung, aber dafür drastischere Strafen für Betrüger. Wie so oft waren seine Twitter-Follower die ersten, die davon erfahren haben. Die Folgen dieses Vorhabens bekommt unter anderem Warren Buffett zu spüren.

mehr ...

Berater

Die Zukunft der Provisionen unter MiFID II

Eigentlich ist die Richtlinie längst in deutsches Recht umgesetzt worden und von den Betroffenen zu beachten. Die Umsetzung erfolgte durch das 2. Finanzmarktnovellierungsgesetz, das seit dem 03.01.2018 gilt. Nun könnte die Schlussfolgerung naheliegen, dass deshalb seit Anfang des Jahres die wesentlichen offenen Fragen beantwortet und die teils über Jahre andauernden Diskussionen, gerade auch zur Provisionsthematik, ein Ende gefunden haben. Gerade hinsichtlich der 34f-Vermittler kann hiervon allerdings keine Rede sein. Ein Gastbeitrag von Florian Kelm, Rechtsanwaltskanzlei Zacher & Partner

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...