19. November 2014, 14:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DFR: Keine schnelle Besserung bei den Charterraten

Die Überschusssituation von KG-Schiffen hat sich in den letzten zwei Jahren dramatisch verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Analysehauses Deutsche Fondsresearch (DFR).

Shutterstock 100665433 in DFR: Keine schnelle Besserung bei den Charterraten

Die Charterraten sind im Durchschnitt über alle Schiffsklassen um 33,4 Prozent gesunken.

Auf Basis seiner Schiffsdatenbank hat das Bewertungsunternehmen wirtschaftliche Parameter wie Charterraten und Schiffsbetriebskosten von KG-finanzierten Schiffen von Mai 2012 bis Juli 2014 untersucht.

Im Durchschnitt über alle Schiffsklassen übersteigen die Schiffsbetriebskosten die Einnahmen ohne etwaige Tilgungsverpflichtungen um 289 US-Dollar pro Tag. Im Jahr 2012 lag dieser Wert noch bei 2.500 US-Dollar täglichem Überschuss.

Verkürzte Laufzeiten

Woher die dramatische Veränderung der Gewinne stammt, verdeutlicht laut DFR ein Blick auf die Entwicklung der Charterverträge. Die Charterraten sind im Durchschnitt über alle Schiffsklassen um 33,4 Prozent gesunken. Verdienten Schiffe 2012 im Durchschnitt noch 8.725 US-Dollar täglich, sind es im Jahr 2014 nur noch 5.807 US-Dollar pro Tag. Am deutlichsten ist der Verfall der Charterraten bei Containerschiffen der Größenklassen zwischen 2.000 und 5.000 TEU – hier liegt der Verlust durchschnittlich bei fast 50 Prozent.

Hinzu kommt laut DFR, dass sich auch die Laufzeit der Charterverträge verkürzt hat. 2012 wurden Chartern noch für durchschnittlich 594 Tage geschlossen. Mittlerweile sind es nur noch 414 Tage. “Die Einnahmesituation hat sich damit in doppelter Hinsicht verschlechtert”, sagte DFR-Vorstand Nils Lorentzen. “Die Schiffe nehmen nicht nur weniger ein, die Einnahmen sind auch nur für einen kürzeren Zeitraum garantiert. Im Anschluss heißt es also, einen neuen Vertrag abzuschließen und dabei auch die Preise neu zu verhandeln.”

Erholung bei den Tankern

Die aktuelle Entwicklung der Charterraten verspricht nach Angaben des Analysehauses keine schnelle Besserung, lediglich bei den Tankern kann von einer Erholung gesprochen werden. Speziell die VLCC-Tanker profitieren und haben ihre Einnahmen in dritten Quartal um 59,8 Prozent gesteigert. Containerschiffe verzeichnen zumindest eine moderate Verbesserung um 6,7 Prozent für Schiffe ab 2.750 TEU und 12,8 Prozent für die 4.400 TEU-Klasse. Doch für Bulker ist noch keine Besserung der Einnahmesituation in Sicht, sie verzeichnen weiter rückläufige Charterraten. (kb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...