4. Mai 2016, 12:50
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Fintechs: Disruption oder Kollaboration?

In Nordamerika nehmen die Investitionen in Fintechs zu, die an Kooperationen mit etablierten Finanzdienstleistern interessiert sind. In disruptive Wettbewerber wird laut einer aktuellen Analyse weniger investiert. Die umgekehrte Entwicklung offenbart ein Blick in den europäischen Markt.

Fintechs: Disruption oder Kollaboration?

Der Trend geht zur Zusammenarbeit zwischen traditionellen Finanzdienstleistern und Fintechs.

Der Trend geht zur Zusammenarbeit zwischen traditionellen Finanzdienstleistern und Fintechs, das geht aus einer Analyse des Dienstleistungsunternehmens Accenture hervor. Demnach haben kooperationswillige Fintechs gegenüber disruptiven neuen Wettbewerbern in den vergangenen Jahren an Boden gewonnen.

Im Jahr 2010 lag ihr Anteil an der Zahl der Fintech-Transaktionen noch bei 38 Prozent und ist bis 2015 auf 44 Prozent angewachsen. Der Analyse zufolge gibt es hier jedoch große regionale Unterschiede. So stieg der Anteil der Investitionen in kollaborative Spieler in Nordamerika von 40 auf 60 Prozent, während er in Europa im gleichen Zeitraum von 62 auf 86 Prozent sank.

In frühen Marktphasen dominieren Disruptoren

Laut der Accenture-Analyse dominieren sogenannte Disruptoren mit konkurrierenden Geschäftsmodellen in frühen Entwicklungsphasen. Mit zunehmender Reife der Fintech-Märkte nehmen jedoch der Anteil der kooperativ ausgerichteten Fintechs und der Grad der Zusammenarbeit mit traditionellen Akteuren über Investitionen, Akquisitionen und Allianzen zu.

Der Analyse zufolge lag der Anteil der Transaktionen mit Bankenbeteiligung im Jahr 2015 mit fünf der 22,3 Milliarden US-Dollar Gesamtmarktvolumen bei unter einem Viertel. Dies sei wenig, verglichen mit den 50 bis 70 Milliarden US-Dollar, die Kreditinstitute jedes Jahr in interne Digitalisierungs- und Technologieinitiativen stecken, so die Studienauroren.

“Banken sollten weit stärker externe Fintech-Entwicklungen analysieren und deren Einsatz für das eigene Geschäftsmodell prüfen. Dieser Schritt ermöglicht die Entwicklung digitaler, kundenzentrierter Innovationen und eine signifikante Verbesserung der Wettbewerbsposition”, sagt Friederike Stradtmann, Senior Manager bei Accenture Strategy im Bereich Financial Services und Expertin für digitale Geschäftsmodelle. (jb)

Foto: Shutterstock

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