19. September 2019, 14:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mut zum Wandel – Unternehmen gehen die Digitale Transformation noch zu zögerlich an

Ohne die Digitale Transformation sind Unternehmen nicht für die Zukunft gerüstet, diese Erkenntnis hat sich in den Führungsetagen längst durchgesetzt. Allerdings sehen sich die Firmen bei der Planung und Umsetzung von Digital-Transformation-Projekten mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, wie eine aktuelle Erhebung von Couchbase zeigt.

Kulturwandel in Mut zum Wandel – Unternehmen gehen die Digitale Transformation noch zu zögerlich an

Die Grundstimmung gegenüber dem Thema Digitale Transformation ist positiv, allerdings lassen geplatzte Projekte, Verzögerungen und nicht erfüllte Erwartungen die Bemühungen oftmals ins Leere laufen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Couchbase, für die unter anderem die Digital-Transformation-Verantwortlichen in 100 Unternehmen aus Deutschland befragt wurden.

87 % kämpfen noch mit Herausforderungen

Demnach haben zwar 67% der deutschen Studienteilnehmer durch digitale Innovationen signifikante beziehungsweise spürbare Verbesserungen der End-User Experience in ihrem Unternehmen erzielt.

Gleichzeitig kämpfen aber 87% der deutschen Unternehmen mit verschiedensten Herausforderungen, wie der Abhängigkeit von Legacy-Systemen, der Komplexität bei der Implementierung und dem Fehlen von Ressourcen und Skills. Diese Faktoren halten sie davon ab, neue digitale Services und Transformationsprojekte umzusetzen. Weitere Ergebnisse im Überblick:

  • In 82% der deutschen Unternehmen ist in den letzten zwölf Monaten ein Projekt zur digitalen Transformation gescheitert, hat sich erheblich verzögert oder wurde herunterskaliert.
  • Bei 55% hat die Abhängigkeit von relationalen Datenbanken „etwas“ ihre Fähigkeit zur Umsetzung digitaler Transformationsprojekte eingeschränkt, bei 21% sogar „stark“.
  • 41% der Befragten gaben an, dass sie bei ihrem wichtigsten Digital-Transformation-Projekt hinter dem Zeitplan liegen oder Gefahr laufen, in Verzug zu geraten.

Angst vor dem Verlust an Relevanz und Innovationsfähigkeit

Unternehmen sind sich sehr wohl der Risiken bewusst, wenn sie es verpassen, digitale Innovationen voranzutreiben. 42% der befragten Unternehmen befürchten, im Markt an Relevanz zu verlieren. 43% haben Bedenken, dass sie IT-Mitarbeiter an innovativere Wettbewerber verlieren und dadurch ihre eigene Innovationsfähigkeit gefährden.

Infolgedessen treiben Unternehmen – teilweise sogar leichtsinnig – Projekte voran. 66% der Befragten sind überzeugt, dass sich ihr Unternehmen zu sehr auf die Versprechen der Digitalen Transformation fixiert, so dass IT-Teams Gefahr laufen, an Projekten zu arbeiten, die möglicherweise keinen konkreten Nutzen bringen.

Kombination aus unternehmerischem Engagement und Next-Generation-Technologie

Ein Schlüssel zum Erzielen greifbarer Vorteile besteht darin, sicherzustellen, dass die Digital-Transformation-Strategie auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens abgestimmt ist. Allerdings verfolgen viele der deutschen Befragten (41%) immer noch eine Strategie, die von der IT-Abteilung festgelegt wurde.

Das heißt, die C-Ebene übernimmt nicht die Verantwortung für Projekte und Strategien, die eigentlich einen großen Einfluss auf das Unternehmen haben und haben sollten.

„Die Digitale Transformation befindet sich an einem Wendepunkt“, betont Wolfgang Fresser, Country Manager DACH bei Couchbase. „Unternehmen müssen jetzt die Herausforderungen angehen, die sie seit Jahren ausbremsen. Eine erfolgreiche Transformation hängt letztlich von der richtigen Kombination aus unternehmerischem Engagement und Next-Generation-Technologie ab.

Die Digitale Transformation muss vom kompletten Unternehmen als strategischer Imperativ angegangen werden und darf nicht alleine in den Händen der IT-Abteilung liegen. Dann können Unternehmen alle Vorteile, die Digital-Transformation-Initiativen versprechen, ausschöpfen.“

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Überlastet und ausgebrannt

Hoher Zeitdruck und zunehmende Arbeitsverdichtung, aber auch zu viel Arbeit für die eigentlich vereinbarte Arbeitszeit sind Faktoren, die bei vielen Beschäftigten hierzulande zu Überlastung führen. Das zeigt der aktuelle DGB-Report „Arbeiten am Limit“.

mehr ...

Immobilien

Tipps für Mieter: Betriebskostenabrechnung ohne böse Überraschungen

Zu hoher Warmwasserverbrauch, einmalige Reparaturen oder ein falscher Umlageschlüssel: Die jährliche Betriebskostenabrechnung sorgt bei Mietern und Vermietern immer wieder für Streit und Diskussionen. Dabei muss nicht immer ein zu hoher Wasser- und Heizungsverbrauch des Mieters die Ursache für eine falsche Betriebskostenabrechnung sein. Nicht selten sind Kosten aufgelistet, die gar nicht umlagefähig sind. Worauf Mieter daher achten sollten, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleiters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets

Nach dem Start des Handels für ausgewählte Nutzer im September steht die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) nun allen Interessierten in Deutschland offen. An Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte können die Nutzer aktuell Bitcoin gegen Euro handeln, weitere digitale Assets sollen hinzukommen.

mehr ...

Berater

Schweizer Verwahrer für “Kryptowerte” will nach Deutschland

Die Crypto Storage AG aus Zürich will eine eigene Präsenz in Deutschland aufbauen und kündigt an, eine Lizenz als “Kryptowerteverwahrer” für digitale Werte wie Bitcoin beantragen zu wollen. Hintergrund sind die neuen gesetzlichen Regelungen in Deutschland ab 2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia kauft Healthcare-Immobilie in Hamburg

Das Immobilienunternehmen Patrizia AG hat für seinen Fonds Pflege Invest Deutschland I eine gemischt genutzte Immobilie mit Schwerpunkt auf sozialer und medizinischer Versorgung in Hamburg erworben.

mehr ...

Recht

Neues Urteil: Vorsicht bei “Service Calls”

“Service Calls“ eines Versicherungsmaklers können unzulässige Werbung sein. Auf ein entsprechendes Urteil des OLG Düsseldorf vom 19. September 2019 (Az.: 15 U 37/19) hat nun die Rechtsanwaltskanzlei Wirth hingewiesen.

mehr ...