28. September 2019, 14:00
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Neuausrichtung: Was die Commerzbank mit Comdirect plant

Nach der geplatzten Fusion mit der Deutschen Bank versucht sich die Commerzbank mit einem tiefgreifenden Umbau gegen die Niedrigzinsen und die harte Konkurrenz zu stemmen. Zugleich stimmt das Geldhaus seine Kunden auf Gebührenerhöhungen ein.

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Comdirect ist börsennotiert, gehört aber zu 82 Prozent der Commerzbank.

Die Bank werde “Preisänderungen vornehmen”, sagte Vorstandschef Martin Zielke am Freitag in Frankfurt, versicherte jedoch: “Das ist nicht der Einstieg in den Abschied vom kostenlosen Girokonto.” Für die Kunden der Online-Tochter Comdirect , die bald ganz in der Commerzbank aufgehen soll, werde sich an den Konditionen nichts ändern.

Positive Signal an den Börsen

Die Commerzbank-Aktie, die Anfang der Woche nach der Veröffentlichung der wichtigsten Strategie-Eckpunkte in den Sinkflug gegangen war, legte nach den Details am Freitag wieder etwas zu. Zur Mittagszeit lag sie mit 1,48 Prozent im Plus bei 5,42 Euro und gehörte damit zu den stärkeren Werten im MDax.

Seit ihrem Zwischenhoch von 8,255 Euro, das sie im April während der Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank erreicht hatte, ist sie aber weiter weit entfernt.

Der Aufsichtsrat der Commerzbank hatte am Donnerstag der neuen Strategie des Vorstands zugestimmt, mit der die Bank unterm Strich 2300 Stellen streichen und jede fünfte ihrer rund 1000 Filialen schließen will.  

Wo genau die Zweigstellen wegfallen sollen, steht noch nicht fest. Die Gewerkschaft hat bereits Widerstand angekündigt. Mittelfristig rechnet das Geldhaus durch den Umbau mit sinkenden Kosten: 2023 sollen sie um rund 600 Millionen Euro unter denen des laufenden Jahres liegen.

Konsolidierung erwartet

Zudem investiert die Commerzbank 750 Millionen Euro in eine stärkere Digitalisierung ihres Geschäfts, etwa den Ausbau des mobilen Bankings. Mit der Strategie werde die Bank “wetterfest”, so Zielke.

Damit will er das Geldhaus auch für mögliche Zusammenschlüsse mit anderen Banken rüsten. Über kurz oder lang werde es in der Branche in Deutschland und möglicherweise in Europa zur Konsolidierung kommen, sagte er. Die Commerzbank wolle im Fusionspoker “ein aktiver Spieler” sein. Allerdings wollte er nicht sagen, ob das zweitgrößte deutsche Kreditinstitut dabei als Käuferin anderer Geldhäuser auftreten soll.

 

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