16. Juli 2019, 08:30
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Positiver Ausblick für den Proteinsektor

Nachdem sich die afrikanische Schweinepest auch in China ausbreitet, sind die Preise für Rindfleisch und Geflügel gestiegen. Wie verändert der enorme Angebotsverlust chinesischen Schweinefleisches den globalen Proteinmarkt in den kommenden Jahren? Ein Kommentar von Ariel Bezalel, Head of Strategy, Fixed Income und Fondsmanager des Jupiter Dynamic Bond SICAV bei Jupiter Asset Management.

 

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Vor dem Hintergrund der Schweinepest-Epidemie ist es eigentlich ironisch, dass 2019 das Jahr des Schweins im chinesischen Kalender ist. Zwar ist die afrikanische Schweinepest für den Menschen harmlos, für Schweine ist sie jedoch tödlich und hoch ansteckend.

Versuche der Kontrolle sind gescheitert

Seit dem Ausbruch des Virus in China im vergangenen August hat die Regierung versucht, die Krankheit unter Kontrolle zu bringen – ohne Erfolg. Das Virus hat sich inzwischen auch auf Schweinebestände in anderen Ländern der Region ausgebreitet. Beispielsweise berichtete Vietnam im Mai dieses Jahres, dass 1,5 Millionen Schweine getötet wurden, um die Epidemie einzudämmen.

Offizielle Berichte aus China vom vergangenen Jahr deuteten zunächst darauf hin, dass nur ein Prozent der Bestände, umgerechnet eine Million Schweine, getötet wurden, um eine weitere Ausbreitung der Epidemie zu verhindern.

Schweinepest-Epidemie: Bestände schrumpfen weiterhin

Laut Berichten von Februar dieses Jahres sank der Schweinebestand jedoch um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Zahl der Sauen sogar um 19 Prozent zurück ging. Dies entspricht in absoluten Zahlen einem Verlust von rund 62 Millionen Euro.

Da die Daten zeitlich verzögert erfasst werden und die Krankheit noch lange nicht unter Kontrolle ist, können die tatsächlichen Zahlen durchaus höher sein.

Angebotsdefizit bei Schweinefleisch treibt Nachfrage nach alternativen Proteinquellen

Schweinefleisch ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel in China und vor der Massenschlachtung betrug die Gesamtpopulation der Schweineherden in China rund 400 Millionen. China ist gleichzeitig der weltweit größte Produzent und Konsument von Schweinefleisch.

Das Land verfügt über 47 Prozent der weltweiten Schweinefleischbestände. Im Jahr 2018 waren das in absoluten Zahlen mehr als 54 Millionen Tonnen. Trotzdem ist China Nettoimporteur von Schweinefleisch.

 

Seite 2: Angebotsdefizit in Asien, Preisanstieg in den USA

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