5. September 2019, 11:00
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“Vorsicht ist ein guter Ratgeber”

In dieser Woche werden gleich reihenweise wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht: Am Dienstag bereits in den USA der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe, am Donnerstag für Deutschland Zahlen zu den Auftragseingängen der Industrie im Juli und am Freitag Daten zur deutschen Industrieproduktion und US-Arbeitslosenzahlen für den August. Ein Kommentar von Dr. Axel Cron, Chief Investment Officer bei HSBC Global Asset Management Deutschland.

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Dr. Axel Cron, Chief Investment Officer bei HSBC Global Asset Management Deutschland

„Die Phase außerordentlichen Wachstums in den USA scheint vorbei zu sein. Der Handelskonflikt hinterlässt mittlerweile in der US-Wirtschaft Spuren. Deutlich werden die Auswirkungen insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe – so fiel der am Dienstag veröffentlichte ISM-Index für die US-Industrie erstmals seit drei Jahren unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Gemischte Signale auf dem Arbeitsmarkt

Auch vom Arbeitsmarkt kamen zuletzt gemischte Signale. Zwar waren die Juli-Zahlen recht überzeugend, doch der eindrucksvolle Beschäftigungsaufbau verliert allmählich an Dynamik.

Für den August erwarten wir 158.000 neugeschaffene Stellen und damit etwas weniger als im bisherigen Jahresdurchschnitt. Dennoch bleiben die US-Verbraucher ein Garant für weiteres Wachstum.

Globale Unsicherheiten verunsichern europäische Anleger

Eine breite Schwächephase der US-Wirtschaft ist noch nicht zu erkennen. Dazu passt, dass die US-Notenbank Fed ihre jüngste Zinssenkung nicht mit einer konjunkturellen Schwäche in den USA begründet hat, sondern mit dem derzeit ungewöhnlichen Ausmaß der globalen Unsicherheiten. Und genau diese Unsicherheiten sind es, die insbesondere europäische Anleger im Blick behalten sollten.

Verarbeitende Gewerbe in Deutschland leiden

In der Eurozone ist die Industrie in den exportstarken Ländern bereits Opfer der erhöhten globalen Unsicherheit geworden. Verglichen mit anderen europäischen Ländern leidet das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland besonders stark. Es besteht nun zunehmend die Gefahr, dass auch andere Sektoren in Mitleidenschaft gezogen werden.

Anleger sollten daher nicht nur die globalen Risiken aufmerksam verfolgen, sondern auch die Gewinnentwicklung der Unternehmen. Die Ausblicke europäischer Firmen fallen derzeit oft düster aus. Sollten sich auch die Konjunkturindikatoren weiter eintrüben, heißt es für Anleger: Vorsicht ist in diesen Zeiten ein guter Ratgeber.“

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