Die Sache mit dem „New Normal“

Foto: Florian Sonntag
Frank O. Milewski, Chefredakteur Cash.

Jede Krise hat ihre Besonderheiten – positiv und negativ. Nicht selten machen neue Begriffe und Definitionen die Runde. Das war schon im Nachgang zur Finanzkrise 2008 so, als die Zinsen immer weiter und dauerhaft in den Keller rutschten und vom „Investieren im New Normal“ gesprochen wurde. Das „Neue Normal“, der Ausdruck taucht auch in der aktuellen Coronakrise wieder auf und entwickelt sich somit wohl langsam zum geflügelten Wort.

Virtuell bestens beraten

Diesmal geht es dabei allerdings nur indirekt um das Investieren. Vielmehr wird es im Zusammenhang mit der Beratung zur Baufinanzierung oder zum Immobilienkauf gebraucht, die seit Beginn der Pandemie im Frühjahr letzten Jahres, vorwiegend virtuell, also per Videocall und telefonisch stattfindet. Und das, so versichern uns die Teilnehmer des nachfolgenden Roundtables, mit durchaus großem Erfolg. Zumindest haben sich die Absatz- und Umsatzzahlen trotz Corona sehr positiv entwickelt – dank der digitalisierten Beratung als dem New Normal.

Problemfall Eigentumsquote

Was sich indes nicht so positiv entwickelt hat und wo es noch sehr viel Luft nach oben gibt, ist die Eigentumsquote hierzulande. War Deutschland vor ein paar Jahren noch im unteren Drittel im europaweiten Vergleich platziert, hat es aktuell sogar die Schlusslaterne übernommen. Schuld daran sind seit vielen Jahren besonders zwei Faktoren: Zu wenig Angebot und zu viel Bürokratie. Die Politik muss hier dringend ran. Wie es gehen kann, wissen die Roundtable-Teilnehmer sehr genau. Schließlich wollen auch sie nicht, dass die maue Eigentumsquote zum New Normal werden.

Frank Milewski, Cash.

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