Lloyd Fonds AG ist Geschichte

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Ein Schwerpunkt von Lloyd Fonds lag bei Schiffsbeteiligungen (Symbolbild).

Die Lloyd Fonds AG gibt bekannt, dass sich der Name des Unternehmens mit der Eintragung in das Handelsregister in Laiqon AG geändert hat. Damit verschwindet eine in der Sachwertbranche einst sehr bekannte Marke endgültig.

Mit der Eintragung des neuen Namens in das Handelsregister am 2. Januar 2023 setzt das Unternehmen die Beschlussfassung der ordentlichen Hauptversammlung 2022 über die Änderung der Firma und die entsprechende Satzungsänderung um, so eine Mitteilung des Unternehmens.

Die offizielle Namensänderung erfolgt der Mitteilung zufolge nach einem erneuten Jahr des organischen und anorganischen Wachstums der Gesellschaft mit einem aktuell verwalteten Volumen der Assets under Management (AuM) von voraussichtlich 5,8 Milliarden Euro (31.Dezember 2019: 1,06 Milliarden Euro). Das Unternehmen strebt an, die AuM bis 2025 auf acht bis zehn Milliarden Euro „organisch zu entwickeln“.

Das Unternehmen geht davon aus, dass seine Stammaktien künftig unter dem neuen Namen und dem neuen Börsenkürzel LQAG (bisher: L1OA) gehandelt werden. Die bisherige internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) DE000A12UP29 und die nationale Wertpapierkennnummer (WKN) A12UP2 bleiben erhalten. Die Namensänderung wirke sich nicht auf die Aktienstruktur des Unternehmens oder die Rechte der Aktionäre aus, und es sind keine weiteren Maßnahmen seitens der bestehenden Aktionäre und Inhaber der Wandelschuldverschreibung 2020/2024 erforderlich.

Noch 22 geschlossene Fonds in der Verwaltung

Die 1995 gegründete und seit 2005 an der Börse gelistete Lloyd Fonds AG war einst ein bekannter Name in der Sachwertbranche und zählte zu den führenden Emissionshäusern mit dem Schwerpunkt Schiffsbeteiligungen, aber auch Immobilienfonds und zeitweise Flugzeuge sowie weitere Assetklassen. Nach Turbulenzen im Zuge der Schifffahrtskrise ab 2008 zog sich das Unternehmen jedoch aus dem Neugeschäft zurück und beschloss 2018 eine komplette Neuausrichtung mit offenen Investmentfonds und als Vermögensverwaltung.

Laut Zwischenbericht zum 30. Juni 2022 verwaltet das Unternehmen aber immerhin noch 22 Fonds unterschiedlicher Assetklassen: Fünf Schiffs-, drei Immobilien-, drei Flugzeug- und vier Fonds mit Britischen Lebensversicherungen sowie zwei Windpark-, zwei Portfolio- und zwei Zweitmarktfonds für Schiffsbeteiligungen; ein Private-Equity-Fonds befand sich in Liquidation.

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