MPC profitiert vom Schifffahrts-Boom

Foto (Symbolbild): Shutterstock

Der Asset- und Investmentmanager MPC Capital AG hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr 2021 deutlich gesteigert. Ein Grund dafür ist der Aufschwung in der maritimen Wirtschaft.

Insgesamt erzielte die MPC Capital AG im ersten Halbjahr 2021 einen Konzerngewinn nach Steuern von 1,8 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 0,1 Millionen Euro). „Die Märkte, in denen sich MPC Capital mit ihren Investmentstrategien bewegt, haben sich in den letzten Monaten sehr positiv entwickelt“, heißt es in einer Mitteilung zum Halbjahresbericht. „Von der starken Wiederbelebung des globalen Handels bei gleichzeitiger Verknappung der Transportkapazitäten profitierte vor allem die Container-Schifffahrt, was zum einen in steigenden Fracht- und Charterraten und zum anderen in der deutlichen Aufwertung der von MPC Capital gemanagten Assets zu spüren war.“

Die Umsatzerlöse des MPC Capital-Konzerns lagen im ersten Halbjahr 2021 mit 16,0 Millionen Euro hingegen deutlich unter dem Vorjahresniveau (24,8 Millionen Euro). Davon entfielen 13,7 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2020: 20,0 Millionen Euro) auf wiederkehrende Management Services.

Der erwartete Rückgang der Umsätze aus Management Services sei auf die erstmalige Quotenkonsolidierung von Joint Venture-Gesellschaften im Shipping-Segment zurückzuführen, so MPC. Das Service- und Dienstleistungsgeschäft der Gruppe werde zunehmend in Joint Venture-Strukturen gemeinsam mit Partnern geführt, „um breiter und schlagkräftiger am Markt auftreten zu können“.

4,7 Milliarden Euro Assets under Management

Die von der MPC Capital-Gruppe gemanagten Sachwerte („Assets under Management“) erhöhten sich zum 30. Juni 2021 aufgrund gestiegener Asset-Werte auf 4,7 Milliarden Euro (31. Dezember 2020: 4,4 Milliarden Euro). Aus dem Neugeschäft resultierten Asset-Zugänge in Höhe von 0,2 Milliarden Euro. Demgegenüber standen Abgänge in Höhe von 0,5 Milliarden Euro. Die Bewertungs- und Währungseffekte lagen bei 0,7 Milliarden Euro.

Die Finanzanlagen, die vor allem die Co-Investments der MPC Capital AG umfassen, verringerten sich im Wesentlichen durch die erfolgreiche Veräußerung von Beteiligungen an zwei niederländischen Immobilienfonds auf 57,0 Millionen Euro. „Die dynamische Entwicklung an den Schifffahrtsmärkten führte zudem zu einem deutlichen Aufbau von Bewertungsreserven im Hinblick auf die Co-Investments im Shipping-Segment“, so MPC.

Weiterer Ausbau der Investmentplattformen

Operativ stehen der Mitteilung zufolge im Wesentlichen der weitere Ausbau der Investmentplattformen für Wohnimmobilien in Deutschland (ESG Core Wohnimmobilien Deutschland), für erneuerbare Energien in der Karibik und Lateinamerika (MPC Energy Solutions und MPC Caribbean Clean Energy) sowie der maritimen Aktivitäten im Mittelpunkt der kommenden Monate.

Aus dem notwendigen Investitionsbedarf für die anstehende globale ökologische Transformation ergeben sich der Mitteilung zufolge Wachstumschancen für das Geschäft der MPC Capital. Umweltaspekte, soziale Belange, Faktoren der Unternehmensführung sowie attraktive, risikoadjustierte Renditen würden bei institutionellen Investments eine immer stärkere Rolle spielen. Die MPC Capital sehe sich gut positioniert, diesen Bedarf mit innovativen Investmentlösungen zu bedienen.

Für den MPC Capital-Konzern sei durch die Anpassungen in der Konzernstruktur auch für das Gesamtjahr von einem deutlich geringeren Umsatzniveau auszugehen. Durch eine verbesserte Kostenbasis, das Heben von Synergien und die Fokussierung auf wachstumsstarke, profitable Investmentstrategien dürfte sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) dennoch gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern, kündigt das Unternehmen an.

MPC zählte einst zu den führenden Anbietern von Sachwertfonds mit dem Schwerpunkt Schiffsbeteiligungen, hat sich nach Turbulenzen im Rahmen der Schifffahrtskrise aber aus dem Publikums-Neugeschäft zurückgezogen.

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