Neu-Emissionen: Vermögensanlagen schlagen AIF

Dennoch: Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass sich außerhalb des KAGB dauerhaft ein durchaus relevanter Markt etabliert. Dafür spricht auch, dass nach der Umfrage im Rahmen der Cash.-Erhebung immerhin 17 der 42 Anbieter, die auf diese Frage geantwortet haben, im Jahr 2016 eine Emission planen, die nicht unter das KAGB fällt. Das sind fünf mehr als von den Befragten 2015 mit solchen Produkten am Markt waren.

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Auch der Vertrieb, jedenfalls der freie, rechnet offenbar weiterhin mit dem Segment. So ging laut DIHK-Statistik die Zahl der Vermittler mit Gewerbeerlaubnis für AIF von März 2015 bis Ende des Jahres um knapp ein Prozent geringfügig zurück. Die Zahl der Finanzdienstleister, die (auch) über eine Zulassung für Vermögensanlagen verfügen, stieg in dem gleichen Zeitraum hingegen kontinuierlich um insgesamt vier Prozent an.

Das ist nicht viel, aber die Prognose ist klar: Der Trend wird sich fortsetzen. Schließlich benötigen Vermittler, die weiterhin Container- oder andere Direktinvestments verkaufen wollen, künftig eine entsprechende Gewerbeerlaubnis. Viele werden darüber bereits verfügen, aber längst nicht alle. Die Mehrzahl davon wird die Tätigkeit nicht einfach an den Nagel hängen, sondern sich die Zulassung besorgen.

Damit dürfen die Finanzdienstleister dann auch andere Vermögensanlagen vermitteln und werden das sicherlich auch tun. Das wird dieses Segment insgesamt weiter beleben. Es sei denn, es kommt am Ende doch wieder anders.

Stefan Löwer ist Chefanalyst von G.U.B. Analyse und beobachtet den Markt der Sachwertanlagen als Cash.-Redakteur und G.U.B.-Analyst insgesamt schon seit 25 Jahren. G.U.B. Analyse gehört wie Cash. zu der Cash.Medien AG.

Foto: Florian Sonntag

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