Nimmt der AIF-Vertrieb 2016 endlich Fahrt auf?

Eine Studie von Wealth Cap belegt gestiegene Aktivitäten von Vertrieben bei Immobilien-AIF. Das lässt für 2016 hoffen. Der Löwer-Kommentar

„Der Druck auf die AIF-Skeptiker, ihre Ablehnung zu überdenken, wird mit jedem Wettbewerber größer, der wieder in die Branche einsteigt und dort gute Geschäfte macht.“

Der Anteil der Vertriebe, die im vergangenen Jahr Immobiliensachwerte vermittelt haben, ist von 77,9 auf 91,1 Prozent gestiegen. Das ergab eine Befragung von Banken, Vermögensverwaltern und freien Vertrieben, deren Ergebnisse das Emissionshaus Wealth Cap am Tag vor Weihnachten veröffentlicht hat.

Bemerkenswert ist dabei weniger der hohe Prozentsatz – vermutlich haben sich hauptsächlich Häuser mit Geschäftsverbindungen zu Wealth Cap, einem führenden Anbieter der Branche, an der Umfrage beteiligt. Vielmehr lässt die deutliche Steigerung aufhorchen.

Geschäftsvolumen gestiegen

Schließlich gilt die Zurückhaltung des Vertriebs als ein wesentlicher Grund dafür, dass die Branche der alternativen Investmentfonds (AIF) auch 2015 nicht recht vorangekommen ist und allerorten ist zu hören, dass die Ablehnung trotz einiger Fortschritte insgesamt nur schwer und allenfalls nach zäher Überzeugungsarbeit zu überwinden ist.

Da ist die spürbare Zunahme der Aktivität eine gute Nachricht. Sie drückt sich nicht nur durch den höheren Anteil der aktiven Vertriebe aus. Auch das Geschäftsvolumen der einzelnen Häuser ist gestiegen.

So hat sich der Anteil der Umfrageteilnehmer mit einem Platzierungsvolumen im oberen Bereich deutlich erhöht: Insgesamt fast 30 Prozent der Häuser setzen nach eigenen Angaben jährlich zwischen fünf und 20 bzw. zwischen 20 und 50 Millionen Euro Eigenkapital im Bereich geschlossener deutscher Immobilienfonds (Publikums-AIF) ab – eine glatte Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr.

Seite zwei: Höhere Bedeutung von Immobilien-AIF erwartet

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