20. März 2017, 10:39
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Verschläft die Sachwert-Branche die Absatzrally?

Dass die Vermögensvernichtung nicht mehr nur theoretischer Natur ist, wird viele Anleger dazu motivieren, sich intensiver nach Alternativen zum Festgeld umzusehen als bisher. Die gestiegene Inflationsrate kann damit zum Platzierungsturbo für Sachwertanlagen werden.

Hinzu kommt die zunehmende Verbreitung von Minus-Zinsen, zumindest für größere Vermögen. So berichtete das “Handelsblatt” erst letzte Woche, dass nun auch die Sparkasse Köln-Bonn Soll-Zinsen auf Guthaben ab einer (nicht genannten) Millionenhöhe berechnet.

Kleinere Guthaben sind davon noch verschont, auch bei anderen Banken. Sie werden jedoch nicht selten schon jetzt mit versteckten Zinsen belastet, die noch als Gebühren getarnt sind, und der offene Minuszins wird sich vermutlich bald tiefer in die Vermögensschichten fressen.

Gas geben, bitte

Allein die Diskussion darüber wird die Nachfrage nach Sachwertanlagen wohl weiter anfachen. Doch das Rennen wird vielfach nicht ein geschlossener AIF machen. Dafür ist das Angebot viel zu gering – vor allem für Anleger, die den Blind Pools skeptisch gegenüber stehen. Fast scheint es so, als würde die Branche die Absatzrally verschlafen.

Ja, es ist nicht einfach: Die hohen Assetpreise, die schwierige Vorfinanzierung, die unkalkulierbare Dauer bis zur Bafin-Genehmigung. Alles bekannt und richtig. Trotzdem müssen dringend mehr Fonds mit konkreten Objekten auf den Markt kommen. Also, liebe Kapitalverwaltungsgesellschaften: Gas geben, bitte.

Stefan Löwer ist Chefanalyst von G.U.B. Analyse und betreut das Cash.-Ressort Sachwertanlagen. Er beobachtet den Markt der Sachwert-Emissionen als Cash.-Redakteur und G.U.B.-Analyst insgesamt schon seit mehr als 25 Jahren. G.U.B. Analyse gehört wie Cash. zu der Cash.Medien AG.

Foto: Florian Sonntag

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