Zweitmarkt: Erneutes Rekordhoch für Immobilienfonds

Im zweiten Quartal 2018 legte am Fonds-Zweitmarkt der durchschnittliche Handelskurs über alle Assetklassen deutlich zu und notierte bei knapp 80 Prozent. Noch besser schnitten die gehandelten Anteile an Immobilienfonds ab.

DZAG-Vorstand Jan-Peter Schmidt verzeichnet auch eine gestiegene Nachfrage nach Erneuerbare-Energien-Fonds.

Die Deutsche Zweitmarkt AG, die kontinuierlich den öffentlich sichtbaren Handel in den Sparten Immobilie, Schiff und Sonstige Assets erfasst, meldet ein solides zweites Quartal 2018 am Zweitmarkt. Während die Anzahl der gehandelten Fondsanteile mit 1.899 etwas über dem Wert des vorherigen Quartals lag (1.855), ging das gehandelte Nominalkapital leicht auf 70,55 Millionen Euro zurück.

Mit mehr als 66 Prozent entfiel erneut der größte Umsatzanteil auf Immobilienfonds. Im Gegensatz zum ersten Quartal folgen danach die Sonstigen Assets mit fast 18 Prozent, während Schiffsfonds mit knapp 16 Prozent auf Rang drei liegen.

Immobilienfonds und Sonstige Assets prägten somit den Zweitmarkt in den Monaten April bis Juni 2018: Ihre Durchschnittskurse legten um 20 Prozent (Immobilien) beziehungsweise 27,5 Prozent (Sonstige Assets) zu. Die Schiffsfonds verharrten hingegen nahezu unverändert gegenüber dem ersten Quartal auf niedrigem Niveau.

Immobilienfonds nur knapp unter Nominalwert

Der Durchschnittskurs aller gehandelten Fonds stieg von 67,8 Prozent des Nominalwerts im Vorquartal auf nun 78,0 Prozent. Dabei lag der Handelspreis der Immobilienfonds im Schnitt mit 97,7 Prozent nur knapp unter dem Nominalwert. Der seit Januar 2008 erhobene Deutsche Zweitmarktindex für geschlossene Immobilienfonds (DZX-I) schloss am 29. Juni 2018 mit einem erneuten Allzeithoch bei 1.184,07 Punkten (2008 = 1.000).

Einen Grund für die gestiegene Anzahl im Handel mit Sonstigen Assets sieht die DZAG in der Nachfrage nach Erneuerbare-Energien-Fonds. „Viele Bestandsfonds verfügen noch über hohe Einspeisevergütungen, die bei neuen Fonds nicht mehr garantiert werden,“ erläutert Jan-Peter Schmidt, Vorstand der DZAG. „Verkäufer, die sich von ihrer Beteiligung trennen möchten, treffen daher am Zweitmarkt auf eine entsprechend große Zahl interessierter Käufer.“ (sl)

Foto: DZAG

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