US Treuhand dreht Problem-Projekt „Victory Park“ ins Plus

Der Asset Manager US Treuhand beendet erfolgreich sein Stadtentwicklungsprojekt in Dallas, Texas, USA und rettet damit auch seinen US-Immobilienfonds „UST XVI Victory Park, Ltd.“. Das Großprojekt stand einst vor dem Totalverlust, nun erzielen die Anleger sogar einen Gewinn.

Das Projekt „Victory Park“ umfasste insgesamt ein Investitionsvolumen von rund drei Milliarden US-Dollar.

Die Projektentwicklung „Victory Park“ besteht aus Bürogebäuden, einem Hotel, einer Vielzahl von Einzelhandelsflächen sowie Eigentumswohnungen auf den Grundstücken der Fondsgesellschaft.

Das Projekt auf einer ehemaligen Industriebrache in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt umfasste ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund drei Milliarden US-Dollar, davon knapp eine Milliarde US-Dollar, an denen sich der geschlossene US-Immobilienfonds „UST XVI Victory Park, Ltd.“ beteiligte. Dieser Fonds wird nun liquidiert, teilt US Treuhand mit. 

Bewegte Geschichte

Der „Victory Park“ blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Die Konzeption für den Fonds basierte insbesondere auf dem Bau und Verkauf von Eigentumswohnungen. Im Zuge der Finanzkrise litt genau dieses Marktsegment am stärksten und sowohl renommierte Projektentwickler wie auch Immobilienexperten und Analysten gaben dem Projekt im Jahr 2009 keine Chance.

Der US-amerikanische Partner und Mitinvestor Hillwood, der die Projektentwicklung operativ leitete, zog sich deshalb zurück und die Einlagen der Anleger der Fondsgesellschaft in Höhe von 180 Millionen Dollar schienen verloren. Gegen alle Expertenmeinungen investierte Lothar Estein, Gründer der US Treuhand, weitere 20 Millionen Dollar seines Privatvermögens in die Fondsgesellschaft und übernahm das operative Geschäft der Projektentwicklung.

Umfangreiche Neubauten

Die Kreditgeber konnten zudem von einer Umstrukturierung der bestehenden Darlehen überzeugt werden, und Estein verhandelte mit seinem Team über Jahre intensiv mit der Stadt, die die Pläne zur Änderung der Infrastruktur zunächst ablehnend gegenüber stand. 

Auch Widerstände und Einsprüche – zum Beispiel von den Sportclubs Dallas Mavericks und Dallas Stars und deren Eigentümern gegen eine Änderung der Verkehrsführung – mussten ausgeräumt werden. Letztlich konnten die Vitalisierung des Viertels umgesetzt werden. Es wurden 14 neuen Restaurants angesiedelt, 23 neue Einzelhandels- sowie zehn Büromietverträge abgeschlossen und umfangreiche Neubauten erstellt.

Seite 2: Von Null auf über 200 Millionen US-Dollar

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