Ukraine-Krieg: Versicherer erwarten mehr Hackerangriffe

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Infolge des Kriegs in der Ukraine könnte auch Deutschland Ziel von Angriffen aus dem Netz werden, befürchten die Versicherer. Immerhin 60 Prozent der mittelständischen Wirtschaft erwartet mehr Cyberattacken aus Russland, zeigt eine aktuelle Umfrage. Das eigene Unternehmen wähnen 84 Prozent der KMU hingegen als sicher.

Die deutschen Versicherer befürchten durch den Ukraine-Krieg eine Zunahme von Cyberattacken auf die deutsche Wirtschaft. „Je länger der Krieg in der Ukraine dauert, desto wahrscheinlicher werden Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen aus Russland heraus“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Bisher hätten die Versicherer seit Kriegsbeginn vor 100 Tagen zwar noch keine vermehrten Schäden feststellen können, sie gingen aber von einem deutlich höheren Risiko aus. „Es könnte nicht nur zu gezielten Angriffen auf einzelne Unternehmen kommen, sondern auch zu breiter angelegten Attacken – zum Beispiel mit Schadsoftware, die massenhaft per Mail versendet wird“, so Asmussen.

Nur 16 Prozent sehen das eigene Unternehmen gefährdet

In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im GDV-Auftrag bekannten 60 Prozent der befragten Mittelständler, dass sie wegen des Krieges mit mehr Cyberangriffen auf deutsche Unternehmen rechnen. Deutlich weniger sehen sich hingegen selbst im Visier möglicher russischer Hackerangriffe: Nur 16 Prozent befürchten, dass das eigene Unternehmen zum Ziel wird.

Asmussen rief insbesondere mittelständische Unternehmen auf, ihre IT-Sicherheit weiter zu verbessern: „Der Mittelstand hat die Potenziale bei der Prävention bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Angesichts der neuen Gefahren müsste IT-Sicherheit spätestens jetzt in jedem Unternehmen Chefsache sein, denn eine Cyberattacke kann die wirtschaftliche Existenz eines Unternehmens in kürzester Zeit vernichten“, so der GDV-Hauptgeschäftsführer.

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