Talanx-Sachversicherungen mit Beitragseinbußen

Die Prämieneinnahmen der zur Talanx-Gruppe, Hannover, gehörenden HDI-Gerling Sachversicherungen fielen im ersten kompletten gemeinsamen Geschäftsjahr um über zehn Prozent, von 6,7 auf sechs Milliarden Euro.
Ursache der Rückgänge seien bewusste Geschäftsaufgaben, Integrationskosten sowie einmalige Sondereffekte im Vorjahr, so die Mitteilung der Gruppe.

Angesichts der notwendigen Umstrukturierungen im Zuge der Fusion bezeichnet die Konzernführung das Geschäftsjahr als ?erfreulich?.

Trotz der schwachen Beitragsentwicklung konnte die Sachgruppe durch Kapitalerträge ein positives Ergebnis vorweisen. Allerdings fiel dieses gegenüber dem Vorjahr von 438 auf 117 Millionen Euro. Relativiert werde dieser Wert allerdings durch integrationsbedingte Kosten in Höhe von 286 Millionen Euro, so Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Hinsch. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Gruppe indes mit einem weiteren Rückgang von Prämien und Marktanteilen im Inlandsgeschäft.

Zu den HDI-Gerling Sachversicherungen gehören unter anderem die Industrie Versicherung AG, die Firmen und Privat Versicherung AG sowie die HDI Gerling International AG. Die Versicherer sind unter dem Dach der Obergesellschaft HDI-Gerling Sach Serviceholding AG zusammengeschlossen.

Vor drei Jahren hatte Talanx den kriselnden Konkurrenten Gerling übernommen. Im Mai 2006 wurden HDI und Gerling unter dem Dach des Konzerns zusammengeschlossen. Nach dem Bereich der Lebensversicherungen wurden im letzten Schritt die Sachversicherungen der Gesellschaften zusammengeführt.(hb)

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