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7. Mai 2009, 00:00
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Altersvorsorge: Frauen haben großen Nachholbedarf

Mehr als 80 Prozent der Frauen in Deutschland wollen auch im Alter nicht auf ihren Lebensstandard verzichten. Das ist eine der zentralen Aussagen der so genannten ?Freiraum-Studie?, die das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) im Auftrag der R+V Versicherung AG erstellt hat. Dafür wurden 1.600 Frauen zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

Die Statistik zeigt jedoch, dass Frauen nur etwa halb soviel gesetzliche Rente ausgezahlt bekommen wie Männer. Im Alter erhalten Frauen 534 Euro, Männer hingegen 1.021 Euro. ?Die Diskussion um das Thema Rente wird immer wieder verdrängt?, sagt Frank-Henning Florian, Vorstandsvorsitzender der R+V Lebensversicherung AG, ?die Aussage der Politik, die gesetzliche Rente sei sicher, hat Viele lange Zeit beruhigt?.

Den Frauen ist bewusst, dass die Rente vom Staat zu gering ist, dennoch glauben 75 Prozent, dass ihre Altersvorsorge ausreicht. Die Studie zeigt, dass 82 Prozent der Frauen auf der einen Seite im Alter ihr Leben genießen wollen, auf der anderen Seite aber 39 Prozent von ihnen weniger als 50 Euro in die Altersvorsorge investieren.

Des Weiteren geben 57 Prozent der befragten Frauen zum Thema Altersvorsorge an, gut informiert zu sein, wissen aber bei genauerem Nachfragen wenig über Riester- oder Rürup-Rente Bescheid. Unter anderem wissen fast 60 Prozent nicht, dass sie vom Staat bei Riester Kinderzulagen bekommen oder dass eine solche Altersvorsorge Steuervorteile bringt (54 Prozent).

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Nur 64 Prozent sprechen in Sachen Altersvorsorge mit einem Versicherungsberater oder einer Bank (55 Prozent). Eher wird der eigene Partner (73 Prozent) oder die Familie (72 Prozent) zu Rate gezogen.

?Altersvorsorge ist kein Schönwetterthema ? sie ist eine unverzichtbare Notwendigkeit?, betont Professor Dr. Thomas Straubhaar, Direktor des HWWI. ?Frauen sind für sich selbst verantwortlich?, so der Leiter der Studie weiter. Die Faktoren, die bei der Altersvorsorge von Frauen zu berücksichtigen seien, sind niedrigeres Gehalt als Männer, Kinder-Auszeiten, Scheidung und die höhere Lebenserwartung, fasst er die Lage zusammen.

Um die finanzielle Zukunft besser einschätzen zu können, hat die HWWI in Zusammenarbeit mit der R+V auf Basis von Erfahrungswerten von 24.000 Frauen dazu ein Tool entwickelt, den so genannten Frauen-Freiraum-Check. Individuell kann sich jede Frau damit ihre Versorgungslücke errechnen lassen. Grafisch aufbereitet verbindet der Altersvorsorge-Rechner den Zusammenhang zwischen Konsumverhalten und Altersvorsorge. (ks)

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