Lebensversicherer steigern Beitragseinnahmen

Die deutschen Lebensversicherer haben ihre Beitragseinnahmen im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf rund 38,1 Milliarden Euro gesteigert. Im ersten Halbjahr 2008 bezifferte sich die Summe der Brutto-Beiträge noch auf 35,7 Milliarden Euro. Das ergeben Berechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Berlin.

Während die Beitragseinnahmen aus Bestandsverträgen gegen laufenden Beitrag im ersten Halbjahr um ein Prozent auf 29,5 Milliarden Euro sanken, stiegen die Einmalbeiträge im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2008 um 44 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Von Januar bis Juni 2008 beliefen sich die Einmalbeiträge laut GDV noch auf 5,9 Milliarden Euro. Mit einem Anteil von annähernd 60 Prozent entfiel der Großteil der Einmalbeiträge auf Rentenversicherungen.

Neugeschäft entwickelt sich gegensätzlich

Während das Neugeschäft gegen Einmalbeitrag einen historischen Höchststand erreichte, verlief das Neugeschäft mit Verträgen gegen laufenden Beitrag deutlich schwächer als im Vorjahr. Laut Aussage des GDV gegenüber cash-online kam das Neugeschäft mit laufendem Beitrag in der ersten Jahreshälfte auf 2,5 Milliarden Euro. Das sind 27,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als der Wert noch 3,45 Milliarden Euro betragen hatte.

Ursache dafür sei die im vergangenen Jahr in Kraft getretene letzte Förderstufe bei Riester-Verträgen, die im ersten Halbjahr 2008 zu einem Sonderschub geführt hatte. Dieser Effekt fehle in diesem Jahr.

Bereinigt um die Riester-Stufe sind die Neugeschäftsbeiträge aus Verträgen gegen laufenden Beitrag nach GDV-Schätzung nur um zehn Prozent beziehungsweise 700 Millionen Euro zurückgegangen. Im zweiten Quartal 2009 – in dem dieser Sondereffekt keine Rolle mehr gespielt habe – sei das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag nur um zwei Prozent gesunken. (mo)

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